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Symbolbild, KI-generiert

Partners Group Aktie: 34 Prozent Minus seit Jahresbeginn

Partners Group kämpft mit massiven Mittelabflüssen und einem Kursrutsch. Das Management kauft eigene Aktien und plant eine Umstrukturierung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Management kauft Aktien im Juni
  • Rücknahmestopp bei Milliarden-Fonds
  • Kursverlust von über 34 Prozent
  • Umbau der Fondstruktur geplant

Der Aktienkurs von Partners Group befindet sich im freien Fall. Während Privatanleger ihr Kapital abziehen, steuert das Management massiv dagegen. Allein im Juni flossen 31 Millionen Schweizer Franken in eigene Papiere. Ein klares Signal.

Auslöser der Krise war ein drastischer Schritt Anfang Juni. Der Vermögensverwalter deckelte die Rücknahmen aus einem 8,6 Milliarden US-Dollar schweren Private-Equity-Fonds. Zuvor wollten Investoren fast zehn Prozent des Fondsvolumens abziehen. Das weckte sofort Erinnerungen an die Risiken illiquider Anlagen.

Die Quittung an der Börse folgte prompt. Am Freitag schloss das Papier bei 715,60 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust damit auf über 34 Prozent. Der Titel notiert nur noch knapp über seinem 52-Wochen-Tief.

Umbau der Plattform geplant

Verwaltungsratspräsident Steffen Meister verteidigt die grundsätzliche Strategie. Er stellt künftig aber kleinere Evergreen-Fonds in Aussicht. So will der Konzern Größe und Liquidität besser ausbalancieren.

Parallel dazu plant der Verwaltungsrat einen Umbau beim Londoner Investmenttrust PGPE. Aktionäre sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über eine Aufspaltung in zwei Anteilsklassen abstimmen. Langfristige Investoren bleiben investiert. Ausstiegswillige Anleger erhalten sogenannte Realization Shares. Diese Ausstiegsklasse ist auf 30 Prozent des Volumens begrenzt.

Jahresziele und Analystenstimmen

Trotz der massiven Mittelabflüsse bestätigt Partners Group die Prognose. Der Vorstand erwartet für 2026 weiterhin eine Brutto-Neukundennachfrage von 26 bis 32 Milliarden US-Dollar. Allerdings dämpft die aktuelle Krise das Nettowachstum im zweiten Halbjahr voraussichtlich um ein bis zwei Prozentpunkte.

Mehrere Investmentbanken reagierten in den vergangenen Wochen mit Kurszielsenkungen. Aktuell raten sechs Analysten zum Kauf, sieben empfehlen das Halten der Papiere. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 966 Schweizer Franken.

Der nächste Härtetest steht bereits im Kalender. Am 15. Juli veröffentlicht Partners Group ein Update zu den verwalteten Vermögen. Fällt dieser Wert unter die kritische Marke von 185 Milliarden US-Dollar, droht weiteres Abwärtspotenzial. Bis dahin bleibt der Titel mit einem RSI von 26,6 stark überverkauft.

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