Partners Group verliert an der Börse fast ein Drittel ihres Wertes seit Jahresbeginn. Trotzdem treibt der Schweizer Vermögensverwalter sein Kreditgeschäft weiter voran. Ausgerechnet jetzt bringt das Unternehmen eine neue Verbriefung an den Markt.
S&P bewertet neue Kredit-Verbriefung
Am Donnerstag vergab die Ratingagentur S&P Global Ratings neue Bewertungen für eine Transaktion namens „Partners Group Private Credit CLO 1A/1B“. Dabei handelt es sich um eine Verbriefung besicherter Unternehmenskredite, im Fachjargon CLO genannt. Das Portfolio besteht überwiegend aus Darlehen an mittelständische Unternehmen mit spekulativem Rating. Verwaltet wird es von der US-Tochter des Konzerns.
Der Schritt passt zur Strategie, die Partners Group in ihrem „Mid-Year Outlook 2026″ skizziert hat. Der Konzern spricht von einer „Transformation Era“ an den Privatmärkten. Private Credit soll dabei eine zentrale Rolle spielen — gerade weil die Bewertungen an den öffentlichen Börsen schwanken.
Die Aktie bleibt unter Druck
Am Donnerstag schloss die Aktie bei 723,80 Euro, ein minimales Plus von 0,11 Prozent. Der Jahresvergleich zeigt aber ein anderes Bild: Seit Januar hat der Titel 31,78 Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.213,50 Euro trennen die Aktie mittlerweile über 40 Prozent.
Ende Juni markierte das Papier bei 686,80 Euro ein neues Jahrestief. Seitdem hat sich der Kurs leicht stabilisiert, notiert aber weiterhin rund 9 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Charttechnisch bleibt der Titel angeschlagen.
Gebühren schwächeln, Mittelabflüsse bremsen
Die neue CLO-Transaktion soll offenbar Schwächen in anderen Bereichen ausgleichen. Das Management rechnet für das erste Halbjahr 2026 mit Performance-Gebühren von unter 20 Prozent der Gesamteinnahmen. Der mittelfristige Zielkorridor liegt bei 25 bis 40 Prozent — deutlich höher.
Hinzu kommen Rücknahmeverlangen bei den sogenannten Evergreen-Fonds. Diese könnten das Wachstum des verwalteten Vermögens im zweiten Halbjahr um ein bis zwei Prozentpunkte bremsen. Trotzdem hält Partners Group an seiner Jahresprognose fest: Bruttoneugelder zwischen 26 und 32 Milliarden US-Dollar sollen es weiterhin werden.
Der Fokus auf Private Credit wirkt damit wie eine Antwort auf zwei Baustellen gleichzeitig. Sinkende Gebühreneinnahmen und schwächelnde Nettozuflüsse drücken auf die Profitabilität. Neue Kreditprodukte sollen hier gegensteuern.
Am 1. September 2026 veröffentlicht Partners Group den vollständigen Halbjahresbericht. Erst dann zeigt sich, ob die aktuelle Kreditoffensive die Lücken bei Gebühren und Mittelzuflüssen tatsächlich schließen kann.
Partners Group-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Partners Group-Analyse vom 24. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Partners Group-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Partners Group-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Partners Group: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
