Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Partners Group Aktie: 30 Prozent Minus seit Jahresbeginn

Partners Group Aktie: 30 Prozent Minus seit Jahresbeginn

Partners Group leidet unter Rücknahmewelle in Evergreen-Fonds, während institutionelles Geschäft boomt. Aktie verliert 30 Prozent seit Jahresbeginn.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rücknahmewelle belastet Stimmung
  • Institutionelles Geschäft läuft stabil
  • Aktie verliert 30 Prozent seit Januar
  • Nächste Zahlen am 15. Juli erwartet

Starke institutionelle Nachfrage, schwache Kurse. Bei Partners Group klaffen operatives Geschäft und Börsenbewertung derzeit weit auseinander. Ein kleiner Teil der Kundschaft drückt massiv auf die Stimmung. Die Rücknahmewelle aus den Evergreen-Fonds überschattet das eigentliche Kerngeschäft.

Institutionelle Stärke trifft Retail-Schwäche

Rund 80 Prozent der verwalteten Vermögen stammen von institutionellen Investoren. Dieses Geschäft läuft rund. Ein Private-Equity-Programm sammelte bis April über neun Milliarden US-Dollar ein. Parallel dazu startete ein neues Immobilien-Programm mit ersten Zusagen von 650 Millionen US-Dollar.

Die restlichen 20 Prozent stammen von privaten Vermögenskunden. Genau hier liegt das Problem. Der luxemburgische Private-Equity-Fonds verzeichnete im zweiten Quartal Rücknahmeanträge von fast zehn Prozent des Nettoinventarwerts. Ein US-Vehikel meldet Abflüsse von rund sechs Prozent.

Wachstum verliert an Tempo

Das Management hält an der Jahresprognose fest. Partners Group erwartet im laufenden Jahr weiterhin Neugelder von bis zu 32 Milliarden US-Dollar. Die Abflüsse hinterlassen dennoch Spuren. Das Nettowachstum der verwalteten Vermögen dürfte im zweiten Halbjahr um ein bis zwei Prozentpunkte sinken.

Spekulationen über eingefrorene Gelder trat das Unternehmen entgegen. Partners Group plant keine zusätzlichen Liquiditätsbeschränkungen. Beide betroffenen Evergreen-Fonds bleiben für neue Zeichnungen geöffnet.

Aktie tief im Minus

An der Börse dominiert die Skepsis. Die Aktie notiert aktuell bei rund 764 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf exakt 30 Prozent.

Vom 52-Wochen-Hoch ist das Papier inzwischen 37 Prozent entfernt. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 30,4 eine stark überverkaufte Situation. Analysten bewerten das institutionelle Geschäft zwar als stabil. Die Unsicherheit im Retail-Segment verhindert jedoch eine schnelle Erholung.

Der nächste Impuls steht bereits fest. Am 15. Juli veröffentlicht Partners Group die aktualisierten Zahlen zu den verwalteten Vermögen. Dieser Termin liefert den nächsten harten Faktenabgleich. Die gemeldeten Nettomittelzuflüsse werden darüber entscheiden, ob der Markt die Retail-Abflüsse als temporäre Delle oder als strukturelles Problem bewertet.

Anzeige

Partners Group-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Partners Group-Analyse vom 18. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Partners Group-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Partners Group-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Partners Group: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Partners Group

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.