Nach einem Kurssturz von über 28 Prozent seit Jahresbeginn versucht Partners Group, die Wogen zu glätten. Mitgründer Fredy Gantner sprach am Montag von einer „massiven Überreaktion“ der Märkte — und kündigte eine Kehrtwende in der Anlegerkommunikation an.
Was die Krise ausgelöst hat
Im Zentrum der Turbulenzen steht der Evergreen-Fonds „Global Value SICAV“. Das Vehikel verwaltet rund 8,6 Milliarden USD. Im zweiten Quartal stellten Anleger Rücknahmeanträge in Höhe von 9,8 Prozent des Fondsvermögens.
Ein vertraglich verankerter Schutzmechanismus begrenzte die Auszahlungen auf 5 Prozent des Nettoinventarwerts. Die restlichen Rücknahmen verschob der Fonds ins nächste Quartal. Das reichte, um Sorgen über eine breitere Ansteckung zu wecken — auch Wettbewerber wie KKR und Blackstone gerieten zeitweise unter Druck.
Gantners Argumente für eine Bodenbildung
Gantner setzt auf zwei Hebel. Erstens: Transparenz. Die Kommunikation soll künftig proaktiver werden. Zweitens: Bewertung. Nach dem Kursrutsch liegt die Dividendenrendite bei rund 7 Prozent — ein Niveau, das Gantner als signifikanten Value-Faktor wertet.
Das operative Ziel hält das Management aufrecht. Für 2026 erwartet Partners Group Bruttoneugeldzuflüsse zwischen 26 und 32 Milliarden USD.
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Technisches Bild: tief im Überverkauft-Terrain
Die Aktie schloss die Vorwoche bei 783,00 Euro — ein Minus von 13 Prozent allein in sieben Tagen. Mit einem RSI von 27,7 gilt das Papier als deutlich überverkauft. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.213,50 Euro trennen den Kurs inzwischen mehr als 35 Prozent.
Die annualisierte Volatilität liegt bei 57 Prozent. Das ist außergewöhnlich hoch — und zeigt, wie nervös der Markt nach wie vor ist.
Mitte Juli veröffentlicht Partners Group die nächsten Zahlen zum verwalteten Vermögen. Die Botschaft von Gantner muss bis dahin halten.
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