Ein französischer Immobilienkonzern bereitet der Partners Group offenbar Kopfzerbrechen. Der Private-Equity-Riese prüft laut Medienberichten eine Kapitalspritze für sein Portfoliounternehmen Emeria. Das signalisiert einen Strategiewechsel. Plötzlich rückt die Gesundheit einzelner Beteiligungen in den Fokus der Anleger.
Emeria sitzt auf einem Schuldenberg von 3,5 Milliarden Euro. Die operativen Ergebnisse sinken. Nun steht eine Finanzierung über 200 Millionen Euro im Raum. Partners Group und der Minderheitsaktionär TA Associates könnten diese Summe gemeinsam stemmen, um den Dienstleister zu stabilisieren.
Die Zeit drängt. Gläubiger von Emeria haben bereits externe Berater engagiert. Parallel dazu senkte Fitch das Rating in der Vorwoche weiter ab. Das Unternehmen rangiert nun tief im Ramschbereich. Die Ratingagentur verwies explizit auf erhöhte Refinanzierungsrisiken.
Offiziell bestätigt ist der Plan noch nicht. Die Beteiligten lehnen bislang jede Stellungnahme ab. Am Kreditmarkt sorgte der unbestätigte Bloomberg-Bericht dennoch für Bewegung. Besicherte Emeria-Anleihen mit Fälligkeit 2028 stiegen prompt auf 81 Cent je Euro.
An der Börse bleibt die Stimmung derweil düster. Die Partners Group Aktie notiert aktuell bei 768,00 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 30 Prozent an Wert verloren und kratzt am 52-Wochen-Tief. Ein RSI-Wert von 26 deutet auf eine stark überverkaufte Lage hin.
Der Markt prüft die Bewertungen im Private-Equity-Sektor derzeit extrem genau. Eine verbindliche Einigung bei Emeria würde zumindest bei dieser Beteiligung Klarheit schaffen. Bis dahin blicken Aktionäre auf den 15. Juli. Dann veröffentlicht die Partners Group ein offizielles Update zum verwalteten Vermögen.
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