Der Immobilienmarkt steckt in der Klemme. Die Schweizer Partners Group sieht genau darin eine Chance. Der Vermögensverwalter legt ein neues globales Programm für Immobilien-Secondaries auf. Das Zielvolumen liegt bei 1,5 Milliarden US-Dollar.
Alternative Liquiditätsquellen
Bereits beim ersten Abschluss sammelte das Unternehmen über 650 Millionen US-Dollar ein. Der Fokus liegt auf ertragsstarken Anlagen. Sektoren wie Wohnen, Industrie und Gastgewerbe stehen dabei im Mittelpunkt.
Die aktuelle Marktlage begünstigt diese Strategie. Geringe Transaktionsvolumina und langsame Fundraising-Zyklen blockieren viele Fondsmanager. Sie suchen dringend nach alternativen Wegen zur Geldbeschaffung. Hinzu kommen fällige Immobilienkredite. Diese zwingen viele Eigentümer zu Verkäufen. Die Folge: sinkende Bewertungen und günstige Einstiegschancen für einkaufsbereite Fonds.
Die Schweizer bringen viel Erfahrung in dieses Segment mit. Seit dem Markteintritt flossen Milliardenbeträge in über 120 weltweite Transaktionen. Das Vorgängerprogramm gehört laut Preqin-Daten zu den besten seiner Klasse. Insgesamt verwaltet der Konzern ein Vermögen von über 185 Milliarden US-Dollar.
Historie trifft auf Kursdruck
An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke derzeit nicht wider. Die Aktie notiert aktuell bei 779,20 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier einen Verlust von fast 29 Prozent. Der Abstand zum letzten Jahreshoch bleibt damit massiv.
Ein technischer Indikator liefert derweil einen kleinen Lichtblick. Der RSI-Wert von 32,3 signalisiert eine fast überverkaufte Situation. Allerdings bleibt die Volatilität mit annualisiert 53 Prozent hoch. Das Papier schwankt stark.
Das Management blickt trotz des schwachen Aktienkurses optimistisch nach vorn. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt die Partners Group ihre Ziele. Der Konzern erwartet eine Brutto-Neukundennachfrage zwischen 26 und 32 Milliarden US-Dollar. Erreicht das Unternehmen diese Spanne, liefert das handfeste Argumente für eine fundamentale Kurserholung.
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