Ein schlechter Tag für ServiceNow wurde zum Problem für die gesamte Softwarebranche — und Palantir traf es besonders hart. Am Donnerstag verlor die Aktie 7,2 Prozent, obwohl das eigene Geschäft des KI-Datenspezialisten weiterhin robust läuft.
Sektoransteckung aus dem Enterprise-Software-Lager
Auslöser war ein Doppelschlag: IBM meldete schwaches Umsatzwachstum im ersten Quartal, ServiceNow brach um rund 18 Prozent ein. Der Cloud-Softwareanbieter verwies auf verzögerte Vertragsabschlüsse im Nahen Osten — bedingt durch die stockenden US-Iran-Verhandlungen — und warnte, dass KI-Investitionen kurzfristig auf die Margen drücken würden.
Das reichte, um eine Verkaufswelle durch den gesamten Sektor zu schicken. Salesforce verlor 4,5 Prozent, Oracle 3 Prozent, Intuit knapp 3 Prozent. Palantir folgte nach unten. Hinter der Bewegung steckt eine thematische Debatte, keine fundamentale: Investoren fragen sich zunehmend, ob KI-Tools die Nachfrage nach klassischer Unternehmenssoftware langfristig aushöhlen.
Bewertung bleibt das eigentliche Problem
Selbst nach dem Kursrückgang ist Palantir mit rund 338 Milliarden Dollar bewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt beim 200-Fachen der Gewinne, das Forward-KGV beim 118-Fachen — und das Kurs-Umsatz-Verhältnis beim 87-Fachen. Zahlen, die wenig Spielraum für Enttäuschungen lassen.
Hinzu kommt eine strukturelle Sorge: Analysten erwarten, dass das Wachstum im Regierungsgeschäft von zuletzt hohen Raten auf 42 Prozent im Jahr 2026 und 31 Prozent im Jahr 2027 abkühlen wird. Das drückt auf die langfristige Umsichtsplanung. Der Kurs notiert mit rund 124 Euro rund 13 Prozent unter dem Niveau vom Jahresanfang und gut 31 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von Ende 2025.
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Starke Zahlen, aber hohe Erwartungen
Das operative Geschäft selbst gibt wenig Anlass zur Klage. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar. Das US-Kommerzgeschäft legte sogar um 137 Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2025 kletterte der Umsatz um 56 Prozent auf 4,48 Milliarden Dollar — bei einer Nettoliquidität von 7,2 Milliarden Dollar und keinen Schulden.
Für das erste Quartal 2026 hatte das Management im Februar eine Umsatzspanne von 1,532 bis 1,536 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Analysten rechnen mit einem Ergebnis je Aktie von 0,28 Dollar, nach 0,13 Dollar im Vorjahreszeitraum.
Am 4. Mai nach US-Börsenschluss legt Palantir seine Q1-Zahlen vor. Der Markt wird nicht nur auf das Wachstum schauen — sondern darauf, ob es schnell genug ist, um eine Bewertung zu rechtfertigen, die jeden Fehler bestraft.
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