Startseite » Aktien » Palantir Aktie: USDA-Auftrag auf 13,3 Millionen Dollar

Palantir Aktie: USDA-Auftrag auf 13,3 Millionen Dollar

Palantir erhält Millionenauftrag vom US-Agrarministerium und erklärt das Standard-SaaS-Modell für überholt. Trotz starkem Wachstum leidet der Aktienkurs unter hoher Bewertung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • USDA-Deal im Wert von 3,9 Millionen Dollar
  • Absage an Standard-SaaS-Modell
  • Kommerzieller Umsatz steigt um 133 Prozent
  • Jahresziele deutlich nach oben korrigiert

Palantir bekommt Rückenwind aus Washington und setzt zugleich ein Signal an die Softwarebranche. Das US-Agrarministerium beauftragt den Konzern mit einer KI-gestützten Plattform für Büropräsenz und Arbeitsplatzdaten. Parallel erklärt Palantir das klassische SaaS-Modell offen zum Auslaufmodell. Genau diese Mischung macht die Aktie heikel: Wachstum stark, Bewertung hoch, Kurs angeschlagen.

Neuer Auftrag aus Washington

Der erste Auftrag des USDA hat ein Volumen von 3,9 Millionen Dollar. Bis September 2027 kann der Wert auf 13,3 Millionen Dollar steigen. Für Palantir zählt nicht nur die Größe des Deals.

Die Plattform soll Gebäudedaten, Ausweis-Scans und Sitzpläne zusammenführen. Daraus entstehen Übersichten zur Flächennutzung und zur Auslastung von Büros. Das passt zu einem breiteren Trend in US-Behörden: Hybride Arbeit wird stärker über Daten geprüft.

Damit rückt Palantir tiefer in operative Abläufe der Verwaltung. Die Technik liefert nicht nur Berichte, sondern kann Regeln zur Büropräsenz messbar machen. Genau solche Einsätze stärken die Rolle von AIP als Kernsystem für staatliche Datenprozesse.

Angriff auf das SaaS-Modell

Palantir verschärft auch die eigene Botschaft an Unternehmenskunden. Deployment-Stratege Daniel Lutkus nennt das Standard-SaaS-Modell „tot“. Seine Begründung: Software von der Stange passe nicht mehr zu komplexen, datenreichen Abläufen.

Der Konzern will spezialisierte Lieferketten- und ERP-Tools durch maßgeschneiderte Betriebssysteme ersetzen. Diese Systeme sollen direkt um die Datenflüsse des jeweiligen Kunden herum entstehen. Im ersten Quartal 2026 wuchs der kommerzielle Umsatz um 133 Prozent zum Vorjahr.

Das ist der Kern der Palantir-Story. AIP soll zur Infrastruktur für agentische KI werden. Gemeint sind Systeme, die Aufgaben über Datenquellen hinweg selbst anstoßen und steuern.

Kurs schwächelt trotz Wachstum

Am Dienstag notiert die Palantir-Aktie bei 118,36 Euro und verliert 0,55 Prozent. Seit Jahresanfang steht ein Minus von 17,29 Prozent. Der Markt preist das Wachstum also längst nicht ohne Vorbehalte.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Palantir?

Vom jüngsten Hoch bei 179,86 Euro liegt der Kurs 34,19 Prozent entfernt. Der Rückgang passt zur Schwäche vieler Softwarewerte. Bei Palantir kommt die hohe Bewertung als zusätzlicher Belastungsfaktor hinzu.

Das erwartete KGV liegt weiter über 150. Befürworter verweisen auf einen Rule-of-40-Wert von 145 Prozent. Diese Kennzahl kombiniert Wachstum und Profitabilität und fällt bei Palantir außergewöhnlich stark aus.

Institutionelle Investoren bleiben dennoch präsent. Legal & General Group erhöhte seine Position zuletzt um 351.510 Aktien. Der Bestand liegt nun bei mehr als 14 Millionen Papieren.

Jahresziele werden angehoben

Der Vorstand zieht die finanziellen Ziele für das laufende Geschäftsjahr deutlich an:

  • Umsatz: 7,650 bis 7,662 Milliarden Dollar.
  • US-Geschäftskunden: mehr als 120 Prozent Umsatzwachstum im Gesamtjahr.
  • Bereinigter freier Cashflow: 4,2 bis 4,4 Milliarden Dollar.

Die Botschaft ist klar: Palantir verkauft nicht nur KI-Fantasie, sondern liefert hohe Margen. Das macht die Bewertung leichter erklärbar, aber nicht automatisch billig.

Im jüngsten Quartal erreichte die bereinigte operative Marge 60 Prozent. Der verbliebene Auftragswert liegt bei 11,8 Milliarden Dollar. Diese Basis stützt den Plan, weitere Großaufträge bei Behörden und Unternehmen zu gewinnen.

Kurzfristig bleibt die Aktie technisch angeschlagen. Der Bereich um 122 Euro wäre ein erster Prüfstein für eine Stabilisierung. Fundamental liefern USDA-Deal, AIP-Ausbau und höhere Jahresziele die Wachstumsstory; die Bewertung lässt aber wenig Platz für operative Fehler.

Anzeige

Palantir-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Palantir-Analyse vom 26. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Palantir-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Palantir-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Palantir: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Palantir

Palantir Chart