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Palantir Aktie: Teures Wachstum

Palantir verzeichnet beeindruckende Umsatzsteigerungen und sichert sich Großaufträge wie mit Stellantis, doch Analysten warnen vor dem extrem hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis und eingepreisten Erwartungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kommerzielle US-Umsätze steigen um 137 Prozent
  • Fünfjährige Partnerschaft mit Autobauer Stellantis verlängert
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis von 230 spiegelt hohe Erwartungen
  • Aktie notiert deutlich unter Jahreshoch

Palantir liefert beeindruckende Wachstumszahlen und sichert sich lukrative Großaufträge, während an der Wall Street parallel die Skepsis wächst. Ein erweiterter Vertrag mit dem Autobauer Stellantis unterstreicht zwar die kommerzielle Stärke des Datenanalyse-Spezialisten, rückt aber gleichzeitig die sportliche Bewertung zunehmend in den Fokus. Analysten und prominente Investoren mahnen angesichts der eingepreisten Erwartungen zur Vorsicht.

Kommerzieller Durchbruch abseits der Rüstung

Abseits der viel beachteten Regierungsaufträge baut das Unternehmen sein kommerzielles Standbein weiter aus. Eine frisch verlängerte, fünfjährige Partnerschaft mit Stellantis zeigt, dass die Software-Lösungen über die Pilotphase hinaus in die Kernprozesse großer Konzerne vordringen. Der Autobauer wird künftig verstärkt auf die Artificial Intelligence Platform (AIP) setzen, um komplexe Industriedaten zu verknüpfen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den jüngsten Geschäftszahlen wider. Die kommerziellen Umsätze in den USA kletterten im Jahresvergleich um 137 Prozent, während das Vertragsvolumen im vierten Quartal auf 4,3 Milliarden US-Dollar anstieg.

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Hohe Hürden für die Bewertung

Diese fundamentale Stärke hat jedoch ihren Preis. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 230 ist eine nahezu perfekte Geschäftsentwicklung für die kommenden Jahre bereits vorweggenommen. Das Analysehaus Benchmark startete die Bewertung der Papiere kürzlich lediglich mit einer Halteempfehlung und einem Kursziel von 150 US-Dollar. Analyst Yi Fu Lee verwies darauf, dass selbst milliardenschwere Regierungsaufträge wie das US-Raketenabwehrprojekt „Golden Dome“ die aktuelle Marktkapitalisierung kaum noch rechtfertigen können. Auch prominente Marktbeobachter wie Michael Burry sichern sich mittlerweile über Put-Optionen gegen mögliche Rückschläge ab.

Die anhaltenden Bewertungsbedenken hinterlassen mittlerweile Spuren im Chartbild. Seit Jahresbeginn hat der Titel gut 13 Prozent an Wert verloren und notiert bei aktuell 124,22 Euro knapp 31 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Das deutlich unterdurchschnittliche Handelsvolumen deutet zudem auf eine abwartende Haltung der Käuferseite hin.

Um das aktuelle Bewertungsniveau auf Dauer zu stützen, muss das Unternehmen die hohen Markterwartungen lückenlos erfüllen. Analysten prognostizieren für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 62 Prozent, das sich bis 2027 auf ein Gesamtvolumen von 10,4 Milliarden US-Dollar summieren soll. Jeder Fehltritt bei der Erreichung dieser ehrgeizigen Zielmarken birgt angesichts der derzeitigen Multiples ein erhebliches Korrekturrisiko.

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