Palantir dringt tiefer in die US-Rüstungsinfrastruktur vor. Diese Woche wurde eine Zusammenarbeit mit Keel Holdings bekannt, die Palantirs KI-Plattform direkt in die Lieferkette des amerikanischen U-Boot-Baus einbettet. Gleichzeitig bescheinigt Wedbush-Analyst Dan Ives dem Unternehmen eine Reihe echter Wachstumstreiber — während die Bewertung weiter für Diskussionsstoff sorgt.
ShipOS: KI zieht in die Werft ein
Das ShipOS-Programm der US-Marine zielt darauf ab, die maritime Industriebasis des Landes durch KI und Datenintegration grundlegend zu modernisieren. Keel Holdings gehört zu den ersten ausgewählten Lieferanten und wird Palantirs Foundry-Plattform sowie die Artificial Intelligence Platform in seine Produktionsabläufe integrieren. Konkret sollen Bauzeitpläne beschleunigt, Engpässe frühzeitig erkannt und Entscheidungsprozesse auf eine einheitliche Datenbasis gestellt werden.
Das Programm ist mit bis zu 448 Millionen Dollar dotiert und soll sich auf über 100 Lieferanten erstrecken — zunächst mit Fokus auf die Submarine Industrial Base.
Kommerzieller Wandel mit Zahlen belegt
Neben den Rüstungsdeals vollzieht Palantir einen strukturellen Wandel, der in den Zahlen deutlich sichtbar wird. Das US-Kommerzgeschäft wuchs 2025 um 109 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 7,19 Milliarden Dollar — ein Wachstum von etwa 61 Prozent — und prognostiziert für das US-Kommerzgeschäft allein mehr als 3,14 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von mindestens 115 Prozent entspräche.
Wedbush-Analyst Ives sieht in der Strategie, Daten, Software und KI-Tools zu verknüpfen, klare Wachstumskatalysatoren und bestätigte sein Kursziel von 230 Dollar bei einer Kaufempfehlung. Er verwies dabei auch auf die Partnerschaft mit Nvidia zum Aufbau eines souveränen KI-Betriebssystems sowie auf den Deal mit Centrus Energy, bei dem Palantirs Plattform Uran-Anreicherungsoperationen optimieren soll — mit einem potenziellen Einsparpotenzial von rund 300 Millionen Dollar.
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Die Bewertung bleibt das zentrale Argument
Operativ läuft es gut. An der Börse spiegelt sich das in einer Bewertung wider, die wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Basis der Schätzungen für die nächsten zwölf Monate liegt bei rund 125, das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei über 81 — selbst für eine KI-Wachstumsplattform außergewöhnlich hoch.
Die Aktie notiert aktuell rund 26 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom November 2025. Der Konsens von 28 Analysten bei MarketScreener lautet auf „Outperform“ mit einem mittleren Kursziel von 186,41 Dollar — allerdings bei einer sehr breiten Streuung der Einzelschätzungen, was die anhaltende Uneinigkeit über die Nachhaltigkeit der Bewertung widerspiegelt.
Das Q1-2026-Umsatzziel von 1,532 bis 1,536 Milliarden Dollar deutet auf keine Verlangsamung hin. Ob das Bewertungsniveau dauerhaft gerechtfertigt ist, hängt letztlich davon ab, ob die wachsende Partnerschaftslandschaft in belastbares, wiederkehrendes Umsatzwachstum mündet — und ob das Kommerzgeschäft tatsächlich das Regierungsgeschäft als größten Umsatzträger ablöst.
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