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Symbolbild, KI-generiert

Palantir Aktie: Krisensicher?

Trotz langfristiger Budgetsicherung für KI-Projekt Maven verliert die Palantir-Aktie. Die extrem hohe Bewertung des Unternehmens sorgt für Skepsis bei Investoren.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Langfristige Finanzierung für KI-Projekt Maven gesichert
  • Aktie fällt trotz positiver Nachrichten vom Pentagon
  • Höchstes KUV im gesamten S&P 500 Index
  • Analysten sehen Wachstumspotenzial im zivilen Geschäft

Das US-Verteidigungsministerium hat Palantirs KI-System „Maven“ fest in seine langfristige Budgetplanung aufgenommen. Ein solcher Status als offizielles „Program of Record“ gleicht einem Ritterschlag in der Rüstungsindustrie. Anleger reagieren am Donnerstag dennoch überraschend kühl auf den garantierten Geldregen. Ein Blick auf die fundamentale Bewertung des Softwarekonzerns liefert die Erklärung für diese Zurückhaltung.

Mit der Hochstufung des Maven-Projekts sichert sich das Unternehmen über Jahre hinweg die Finanzierung für seine Plattform zur automatisierten Zielerkennung. Zeitgleich sickerten Details zur Rolle beim 185 Milliarden US-Dollar schweren Raketenabwehrschild „Golden Dome“ durch. Palantir entwickelt hier die Kern-Software, die Sensoren und Waffen in Echtzeit vernetzt. Erste Tests sind für den Sommer 2026 angesetzt. Trotz dieser operativen Fortschritte gab der Kurs am Donnerstag um gut vier Prozent auf 128,84 Euro nach.

Die teuerste Aktie im S&P 500

Verantwortlich für die Kursschwäche ist die enorme Fallhöhe der Papiere. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 87 führt der Konzern die Liste der teuersten S&P-500-Werte an. Eine Marktkapitalisierung von 370 Milliarden US-Dollar steht einem Jahresumsatz von zuletzt 4,5 Milliarden US-Dollar gegenüber.

Diese Diskrepanz ruft zunehmend Skeptiker auf den Plan. So stufte das Analysehaus Jefferies den Titel auf „Verkaufen“ ab. Analyst Brent Thill bezeichnete die Bewertung als absurd teuer und rief ein Kursziel von 70 US-Dollar aus. Auch bei institutionellen Investoren zeigt sich ein gemischtes Bild. Während die Tschechische Nationalbank ihre Position zuletzt aufstockte, trennten sich Insider im vergangenen Quartal von Aktien im Wert von über 140 Millionen US-Dollar.

Wachstumstreiber abseits des Militärs

Auf der anderen Seite stehen Optimisten wie die Experten von Wedbush. Sie sehen ein Aufwärtspotenzial bis 230 US-Dollar und verweisen auf ein erwartetes Gewinnwachstum von jährlich 47 Prozent über die nächsten fünf Jahre. Um diese Vorschusslorbeeren zu rechtfertigen, muss das Management im laufenden Jahr liefern. Die Zielvorgabe ist klar definiert: Der Gesamtumsatz soll um 61 Prozent auf 7,2 Milliarden US-Dollar klettern. Als zentraler Motor gilt dabei das kommerzielle US-Geschäft, das sich voraussichtlich mehr als verdoppeln wird.

Neben den staatlichen Großaufträgen treibt der Konzern diese zivile Expansion gezielt voran. Eine vertiefte Partnerschaft mit der Unternehmensberatung Bain & Company sowie ein angelaufenes Pilotprojekt mit der britischen Finanzaufsicht zur Bekämpfung von Geldwäsche flankieren die Wachstumsstrategie. Mit diesen Schritten diversifiziert das Management die Einnahmequellen systematisch über den reinen Verteidigungssektor hinaus.

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