Starkes Umsatzwachstum, massiver Insider-Abverkauf — bei Palantir klaffen Fundamentaldaten und das Verhalten der Unternehmenslenker weit auseinander. Institutionelle Investoren ziehen sich zurück, während die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 232 zu den teuersten Tech-Werten überhaupt zählt.
Wer verkauft — und wie viel
Die jüngsten SEC-Meldungen zeigen: Palantir-Insider haben in den vergangenen 90 Tagen knapp 1,03 Millionen Aktien verkauft. Der Erlös lag bei rund 137,7 Millionen USD. CEO Alexander Karp steuerte mit 493.025 Aktien den größten Anteil bei. Shyam Sankar trennte sich von weiteren 168.004 Aktien. Insgesamt halten Insider noch 9,23 Prozent des Unternehmens.
Parallel dazu reduzierten institutionelle Fonds ihre Positionen. Lbp Am Sa stieß 89,4 Prozent seiner Palantir-Beteiligung ab — ein nahezu vollständiger Ausstieg. Chicago Capital LLC verkaufte rund 2,6 Prozent seiner Position, behält aber noch Anteile im Wert von knapp 37 Millionen USD.
Glänzende Zahlen, astronomische Bewertung
Die Fundamentaldaten liefern keinen offensichtlichen Grund zur Panik. Im jüngsten Quartal erzielte Palantir einen Umsatz von 1,41 Milliarden USD — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,25 USD und übertraf damit die Analystenerwartungen.
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Das Problem liegt woanders. Ein KGV von 232 lässt kaum Spielraum für Enttäuschungen. Kein Wunder, dass erfahrene Investoren bei solchen Niveaus Gewinne mitnehmen.
Kurs zwischen Erholung und Druck
Die Aktie notiert aktuell bei 124,46 Euro — rund 31 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 179,86 Euro. Seit Jahresbeginn liegt das Minus bei gut 13 Prozent. Die Erholung der vergangenen Woche war immerhin kräftig: Plus 14 Prozent in sieben Tagen.
Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 197,32 USD, das Konsensrating lautet „Moderate Buy“. Allerdings setzt die Kombination aus Insider-Verkäufen, institutionellem Rückzug und einer Bewertung weit über dem Branchendurchschnitt die Aktie unter strukturellen Druck. Ob die laufende Kurserholung trägt, wird sich spätestens am 4. Mai zeigen — dann legt Palantir seine nächsten Quartalszahlen vor.
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