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Palantir Aktie: Historischer Widerspruch

Trotz Umsatzwachstum von 70%, einem 1,3-Milliarden-Dollar-Pentagon-Vertrag und öffentlichem Lob durch Trump verliert die Palantir-Aktie stark. Der Markt hinterfragt das hohe KGV von über 100.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starkes Umsatzwachstum von 70% im letzten Quartal
  • Milliardenauftrag vom Pentagon für KI-System Maven
  • Investoren gespalten: Burry hält Puts, ARK kauft nach
  • Hohe Bewertung mit KGV über 100 belastet den Kurs

Trumps Lob, ein Milliarden-Pentagon-Vertrag, Rekordzahlen — und trotzdem bricht die Aktie ein. Palantir steckt mitten in einem scharfen Widerspruch zwischen starker Fundamentalentwicklung und einem Markt, der die Bewertung zunehmend kritisch hinterfragt.

Pentagon-Rückenwind trifft auf Bewertungsskepsis

Am Wochenende erhielt das Unternehmen prominente Unterstützung: Präsident Trump lobte Palantirs Rolle in der modernen Kriegsführung und Verteidigungsintelligenz öffentlich in mehreren Social-Media-Beiträgen. Zeitgleich wurde das Maven Smart System (MSS) — eine KI-gestützte Software für Schlachtfeldanalyse und Zielerfassung — vom Pentagon offiziell als „program of record“ eingestuft. Der damit verbundene Vertrag hat laut Reuters einen Wert von rund 1,3 Milliarden Dollar, mit Potenzial zur Ausweitung.

Operativ liefert das Unternehmen ebenfalls starke Zahlen. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Umsatz um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar. Besonders das US-Kommerzialsegment stach heraus — mit einem Umsatzanstieg von 137 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von rund 61 Prozent entspräche.

Burry gegen Wood — zwei Lager, eine Aktie

Trotz dieser Entwicklungen steht der Kurs seit Jahresbeginn rund 24 Prozent im Minus. Hintergrund ist ein breiter Ausverkauf im Softwaresektor, verschärft durch wachsenden Wettbewerb im KI-Unternehmensbereich.

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Die Investorengemeinde ist gespalten. Michael Burry — bekannt für seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise — hält laut Marktmeldungen weiterhin erhebliche Put-Optionen mit Ausübungspreisen bei 50 und 100 Dollar. Sein Argument: Das Unternehmen sei schlicht zu teuer. Mit einem Forward-KGV von rund 109 liegt die Aktie weit über dem Sektormittel von etwa 21.

Cathie Woods ARK Invest sieht das anders. Am 11. April kauften ARK-ETFs insgesamt 85.485 Aktien im Wert von rund 11,15 Millionen Dollar — verteilt über mehrere Fonds, darunter den Flaggschiff-Innovations-ETF. Wood nutzt den Kursrückgang gezielt zum Aufstocken.

Wachstum ja — aber zu welchem Preis?

Das Kernproblem bleibt die Bewertung. Palantir wächst schnell, generiert Gewinne und hat starke Regierungsaufträge im Rücken. Aber ein KGV von über 100 lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen — und der Markt testet diese Grenze gerade aus. Ob Trumps Rückendeckung und die Pentagon-Verträge ausreichen, um die Bewertungsprämie langfristig zu rechtfertigen, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen müssen.

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