Palantir baut seine Präsenz im Finanzsektor aus: Die britische Finanzaufsicht FCA startet einen dreimonatigen Pilotversuch mit der Foundry-Plattform, um Finanzkriminalität effizienter aufzuspüren. Gleichzeitig verliert das Unternehmen in den USA einen Gesundheitsvertrag — ein Kontrast, der die gemischte Lage des Unternehmens gut beschreibt.
Foundry bei der FCA
Im Rahmen des Pilotprojekts analysiert die FCA sensible Datensätze — darunter Gesprächsaufzeichnungen, E-Mails, Fallakten und Social-Media-Beiträge — auf Muster, die auf Finanzvergehen hindeuten könnten. Datenschutzbedenken wurden laut, die FCA stellte jedoch klar: Palantir hat keinen Zugriff auf die Daten und erhält diesen nach Abschluss des Versuchs auch nicht.
Der Timing des FCA-Deals ist kein Zufall. Am selben Tag wurde eine Erweiterung der globalen Partnerschaft mit Bain & Company bekanntgegeben, die KI-gestützte Transformationsprojekte in 65 Städten und 40 Ländern umfassen soll. Mehr als 1.500 Bain-Spezialisten sollen dabei die AIP- und Foundry-Plattformen bei Unternehmenskunden einsetzen.
Rückschlag in New York
Weniger erfreulich ist die Entwicklung im US-Gesundheitsmarkt. Das öffentliche Krankenhaussystem New York City Health + Hospitals verlängert seinen Vertrag mit Palantir nicht. Die seit November 2023 laufende Vereinbarung — Volumen rund vier Millionen Dollar — nutzte Patientendaten für die Abrechnung mit Versicherungen.
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Der Nicht-Verlängerung geht ein wachsender Druck auf Palantirs Rolle in Gesundheitsdatenprojekten voraus. Das Unternehmen hält jedoch weiterhin einen £330-Millionen-Vertrag mit dem britischen NHS für die Federated Data Platform — ein Kontrakt, der für die internationale Wachstumsstrategie zentral bleibt.
Zahlen und Bewertung
Im vierten Quartal 2025 erzielte Palantir einen Umsatz von 1,41 Milliarden Dollar — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,25 Dollar über der Analystenerwartung von 0,23 Dollar.
Die Aktie notiert aktuell rund 13 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn deutlich nachgegeben. Analysten sehen im Konsens ein Kursziel von 198,59 Dollar und stufen den Titel als moderaten Kauf ein. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 234 spiegelt dabei die hohen Wachstumserwartungen wider, die der Markt in die Aktie einpreist.
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