Nach einer volatilen Phase mit deutlichen Verlusten meldet sich Palantir an der Börse zurück. Auslöser für die jüngste Erholung sind weniger neue Unternehmenszahlen, sondern vielmehr geopolitische Entwicklungen. Berichte über ein mögliches Ende der US-Militäroperationen im Iran sorgten für eine breite Marktrallye, die besonders wachstumsstarken KI-Titeln zugutekam.
Gestern verabschiedete sich das Papier bei 126,60 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Titel zwar noch rund 30 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, zeigt aber nach den jüngsten Rücksetzern wieder eine klare Aufwärtstendenz.
Rückenwind von Analystenseite
Flankiert wird die positive Stimmung von einer aktuellen Einschätzung aus dem Hause Mizuho. Die Analysten bestätigten ihre Kaufempfehlung und sehen mit einem Kursziel von 195 US-Dollar erhebliches Aufwärtspotenzial. Sie begründen ihren Optimismus mit der anhaltend hohen Nachfrage von Unternehmenskunden und der schnellen Marktdurchdringung der hauseigenen KI-Plattform AIP. Besonders im US-Geschäftskundensegment fasst der Softwareanbieter immer stärker Fuß, was ein Umsatzwachstum von 137 Prozent im Schlussquartal 2025 unterstreicht.
Neue Verträge stützen das Geschäft
Operativ untermauert das Unternehmen diese Entwicklung mit wichtigen Vertragsabschlüssen. Die seit 2016 bestehende Partnerschaft mit dem Autobauer Stellantis wurde um fünf Jahre verlängert. Ziel ist es, die KI-gestützte Datenanalyse tiefer in die globalen Geschäftsprozesse des Konzerns zu integrieren.
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Auch im Regierungssektor gibt es Fortschritte. Das US-Verteidigungsministerium hat das KI-System „Maven“ offiziell als Standardprogramm eingestuft. Ergänzend flossen im vergangenen Jahr 1,8 Millionen US-Dollar von der US-Steuerbehörde IRS für die Entwicklung eines speziellen Prüfwerkzeugs.
Hohe Bewertung erfordert Wachstum
Trotz der operativen Erfolge betrachten einige Marktteilnehmer die fundamentale Bewertung mit Vorsicht. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell jenseits der Marke von 200 und damit weit über dem Branchendurchschnitt. Jüngste Insiderverkäufe von CEO Alex Karp, der im Februar Aktien veräußerte, dienten laut Unternehmensangaben lediglich der Deckung von Steuerverpflichtungen aus einem festgelegten Handelsplan.
Das Management zeigt sich operativ weiterhin zuversichtlich und hat die Umsatzprognose für das laufende Jahr 2026 angehoben. Das Unternehmen erwartet nun Erlöse zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden US-Dollar. Erfüllt sich diese Prognose, entspräche das einem jährlichen Umsatzwachstum von rund 61 Prozent.
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