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Palantir Aktie: Bundeswehr schließt US-Konzern aus

Der US-Konzern verliert einen wichtigen Rüstungsauftrag in Deutschland und sieht sich mit einer Ethikdebatte in Washington konfrontiert. Anleger reagieren verunsichert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bundeswehr schließt Palantir aus
  • Trump kaufte Aktien im ersten Quartal
  • Anleger verkaufen trotz Umsatzwachstum
  • Kurs fällt auf 115,38 Euro

Starke Zahlen, schwache Kurse. Bei Palantir dominieren aktuell politische Schlagzeilen das Geschehen. Der US-Konzern steht im Zentrum einer Washingtoner Ethikdebatte. In Europa bricht indes ein wichtiger Rüstungsmarkt weg.

Trumps umstrittener Aktiendeal

US-Präsident Donald Trump kaufte im ersten Quartal 2026 Palantir-Aktien im Wert von bis zu 630.000 US-Dollar. Wenige Wochen später lobte er die Software des Unternehmens auf seiner Plattform Truth Social. Er nannte dabei explizit das Börsenkürzel.

Das rettete den Kurs an jenem Tag vor einem massiven Einbruch. Zuvor war das Papier um fast 16 Prozent abgestürzt. Ein Sprecher des Weißen Hauses wies Bedenken umgehend zurück. Unabhängige Finanzinstitute verwalten Trumps Portfolios demnach vollständig autonom.

Deutschland setzt auf europäische Alternativen

In Europa kassiert Palantir einen herben Rückschlag. Die Bundeswehr schließt den US-Konzern von künftigen Aufträgen für ihre Verteidigungs-Cloud aus. Digitalminister Karsten Wildberger fordert stattdessen europäische Alternativen. Die Sorge vor US-Zugriffen auf nationale Militärdaten wiegt schwer.

Die Strategie zeigt bereits Folgen. Der deutsche Inlandsgeheimdienst vergab einen Datenanalyse-Auftrag an das französische Unternehmen ChapsVision. Palantir-Chef Alex Karp reagierte in einem Zeitungsinterview überrascht. Er verwies auf die tiefe Verwurzelung seines Unternehmens in Deutschland.

Anleger fliehen trotz starker Zahlen

Privatanleger reagieren nervös. Sie verkauften zuletzt Palantir-Aktien im Wert von 82 Millionen US-Dollar. Viele schichteten ihre Gelder in Halbleiterwerte um. Die Folge: Kursdruck. Die Aktie schloss am Freitag bei 115,38 Euro.

Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 19 Prozent auf der Anzeigetafel. Mit einem Abstand von 17 Prozent zur 200-Tage-Linie bleibt der übergeordnete Trend negativ.

Operativ läuft es deutlich besser. Das erste Quartal 2026 markierte das elfte Quartal in Folge mit beschleunigtem Umsatzwachstum. Auftragsbestände in Milliardenhöhe sichern das künftige Geschäft ab. Am Markt richtet sich der Blick nun auf die kommenden Quartalszahlen. Das Management peilt hier Erlöse von rund 1,8 Milliarden US-Dollar an.

Diskussion zu Palantir

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.