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Palantir Aktie: Bewertung bricht weg

Die Palantir-Aktie verliert massiv an Wert, nachdem Michael Burry vor dem KI-Konkurrenten Anthropic warnte. Die extreme Bewertung des Unternehmens gerät durch günstigere Alternativen und einen möglichen IPO unter Druck.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kurssturz nach Warnung von Investor Michael Burry
  • Anthropic gewinnt rasant Marktanteile bei Unternehmen
  • Palantir trotz starker operativer Zahlen extrem hoch bewertet
  • Möglicher Börsengang von Anthropic erhöht den Druck

Michael Burrys Warnung vor Anthropic als ernstem Konkurrenten hat bei Palantir-Aktionären tiefe Spuren hinterlassen. Nach einem Kurssturz von über 7 Prozent am Donnerstag setzt sich der Abverkauf auch am Freitag fort — und die Aktie notiert mittlerweile rund 23 Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau.

Warum Burrys Warnung so viel Wirkung entfaltete

Der bekannte Investor hatte in einem inzwischen gelöschten Social-Media-Post argumentiert, Anthropic „esse Palantir das Mittagessen weg“. Als Beleg verwies er auf eine Analyse des Ökonomen Ara Kharazian vom März 2026: Demnach zahlen inzwischen fast 25 Prozent der Unternehmen auf der Finanzplattform Ramp für Anthropic-Dienste — vor einem Jahr waren es gerade einmal 4 Prozent. Anthropics jährlich wiederkehrender Umsatz soll auf 30 Milliarden Dollar gestiegen sein.

Burrys Kernthese: Unternehmen bevorzugen Anthropics günstigere und intuitiver bedienbare Werkzeuge gegenüber Palantirs komplexer, beratungsintensiver Plattform. Zusätzlich verschärfte Anthropic die Lage mit dem Launch von „Managed Agents“ — autonomen KI-Systemen, die komplexe Aufgaben ohne menschliche Eingriffe erledigen. Für Anleger ist das ein direkter Angriff auf das klassische SaaS-Modell, auf dem Palantirs Bewertung zu einem erheblichen Teil beruht.

Ein möglicher Börsengang von Anthropic verstärkt den Druck noch weiter: Ein IPO könnte Kapital aus Palantir-Positionen in den neuen Wettbewerber umlenken.

Extreme Bewertung trifft auf wachsende Konkurrenz

Das eigentliche Problem ist die Bewertung. Palantir wird derzeit mit rund dem 108-fachen der für dieses Jahr erwarteten Gewinne und dem 47-fachen des erwarteten Umsatzes gehandelt — damit gilt die Aktie als teuerster Titel im S&P 500. Der Index selbst kommt auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 26. Jede Erschütterung des Wachstumsversprechens trifft eine solche Bewertung überproportional hart.

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Dabei sind die operativen Kennzahlen bemerkenswert stark: 70 Prozent Umsatzwachstum im Jahresvergleich, eine Nettomarge von 43 Prozent, 34 Prozent mehr Kunden und ein Rekordwert von über 4 Milliarden Dollar an neu abgeschlossenem Vertragsvolumen im letzten Quartal. Die Konsensschätzungen für den Gewinn 2026 sind seit Jahresbeginn um 30 Prozent gestiegen.

Das US-Geschäft wächst sogar um mehr als 100 Prozent jährlich — ohne die teuren Vertriebskampagnen, die bei anderen Wachstumsunternehmen die Margen belasten. Palantirs sogenannte Boot-Camp-Strategie verkürzt den Verkaufszyklus strukturell und verbessert die Wirtschaftlichkeit langfristig.

Solange Anthropic jedoch weiter Marktanteile gewinnt und ein IPO die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich zieht, dürfte der Bewertungsaufschlag, den Palantir bislang genoss, unter Druck bleiben. Die Aktie hat im vergangenen Jahr 33 Kursbewegungen von mehr als 5 Prozent verzeichnet — die Volatilität ist strukturell hoch.

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