Palantir baut sein Regierungsnetzwerk gezielt aus. Das Cybersicherheits-Unternehmen Oligo Security tritt dem FedStart-Programm des Softwarekonzerns bei. Die Börse reagiert darauf bisher kühl. Aktuell gibt das Papier leicht auf 111,46 Euro nach.
Fokus auf US-Behörden
Oligo will durch die Partnerschaft schneller wichtige US-Sicherheitszertifikate erhalten. Dazu zählt das Impact Level 5 des Verteidigungsministeriums. Palantir stellt dafür seine eigene Cloud- und Sicherheitsinfrastruktur bereit. Oligo schützt Software direkt während der Laufzeit vor Angriffen.
Finanzielle Details nennen die Unternehmen nicht. Es geht für Palantir primär um die strategische Positionierung. Das FedStart-Programm etabliert sich zunehmend als Plattform für Drittanbieter. Diese wollen lukrative Aufträge von US-Behörden gewinnen.
Starkes Wachstum im Hintergrund
Operativ läuft es für den Datenanalysten hervorragend. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 85 Prozent auf rund 1,63 Milliarden US-Dollar. Das US-Geschäft wuchs zeitgleich um 104 Prozent.
Das Management hob daraufhin die Jahresprognose für 2026 an. Palantir erwartet nun Erlöse von bis zu 7,66 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte freie Cashflow soll 4,4 Milliarden US-Dollar erreichen.
Diskrepanz am Aktienmarkt
Seit Jahresbeginn hat die Aktie 22,11 Prozent an Wert verloren. Das Papier notiert aktuell deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Die Folge: Investoren prüfen nun streng, wie Palantir neue Partnerschaften zu Geld macht.
Das Unternehmen muss beweisen, dass Firmen wie Oligo auch wiederkehrende Umsätze generieren. Ohne konkrete finanzielle Impulse aus dem Netzwerk bleibt die hohe Volatilität von knapp 53 Prozent bestehen.
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