Heute blicken alle Augen auf Pacific Biosciences. Der Biotech-Konzern legt nach Börsenschluss die Zahlen für das dritte Quartal vor – und die Erwartungen sind gespalten. Während Analysten mit stagnierenden Umsätzen rechnen, könnte die jüngste Technologie-Offensive den entscheidenden Impuls liefern.
Flache Umsätze, aber hoffnungsvolle Signale
Die Prognosen der Analysten zeigen ein gemischtes Bild: Für Q3 2025 wird ein Umsatz von rund 40,24 Millionen US-Dollar erwartet – praktisch unverändert zum Vorjahresquartal. Das wäre jedoch eine deutliche Verbesserung gegenüber dem 28,2-Prozent-Einbruch im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der bereinigte Verlust je Aktie soll sich bei etwa -0,14 US-Dollar einpendeln.
Doch die eigentliche Spannung liegt woanders: Kann das Unternehmen mit seiner neuen SPRQ-Nx-Chemie und der Wiederverwendbarkeit von SMRT-Zellen überzeugen? Diese Technologie verspricht nichts Geringeres als eine Revolution in der Genomsequenzierung.
Technologischer Quantensprung oder leere Versprechen?
Die im letzten Monat angekündigte SPRQ-Nx-Chemie könnte die Kosten für Genomsequenzierung auf unter 300 US-Dollar pro Probe drücken – ein historischer Tiefstand. Für Großprojekte sind sogar noch niedrigere Kosten möglich. CEO Christian Henry spricht von einem „transformationalen Moment“ für das Unternehmen.
Die Beta-Tests für die Hochdurchsatz-Revio-Systeme beginnen noch in diesem Monat, die vollständige kommerzielle Verfügbarkeit ist für 2026 geplant. Parallel dazu soll das Vega-Benchtop-System im nächsten Jahr um SPRQ-Nx-Chemie und 5hmC-Erkennungsfähigkeiten erweitert werden.
Die harten Fakten: Wo steht Pacific Biosciences wirklich?
- Bruttomarge Q2 2025: 38% (gegenüber 37% im Vorjahr)
- Bereinigter Nettoverlust Q2 2025: 40,0 Millionen US-Dollar (Verbesserung von 55,2 Millionen)
- Umsatzprognose 2025: 155-170 Millionen US-Dollar
- Erwartete Bruttomarge: 35-40%
Acht Wallstreet-Analysten halten die Aktie derzeit im Schnitt für ein „Hold“ mit einem Kursziel von 1,90 US-Dollar. Doch diese Bewertung könnte sich schon heute Abend grundlegend ändern. Die entscheidende Frage: Reicht die Technologie-Offensive aus, um den Abwärtstrend zu durchbrechen?
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