Gewinn im Plan, Umsatz darüber: Paccar legt für das dritte Quartal Zahlen vor, die die Erwartungen beim Erlös klar übertreffen. Der Lkw-Hersteller verdiente 1,61 Dollar je Aktie und lag damit exakt auf Analystenniveau. Die Erlöse fielen mit 7,94 Milliarden Dollar höher aus als die erwarteten 7,54 Milliarden Dollar.
Margen treiben den Gewinn
Der Nettogewinn stieg auf 847,5 Millionen Dollar, nach 590,0 Millionen im Vorjahresquartal. Das entspricht einem Plus von 44 Prozent bei 19 Prozent mehr Umsatz. Vorstandschef Preston Feight führt den Sprung auf höhere Margen im Lkw-Geschäft zurück. Weltweit lieferte Paccar 40.100 Lkw aus.
Über die ersten neun Monate summiert sich der Überschuss auf 2,20 Milliarden Dollar. Das Vorjahr enthielt eine Einmalbelastung von 264,5 Millionen Dollar nach Steuern aus einem Zivilverfahren in Europa. Der Vergleich ist dadurch verzerrt.
Ersatzteile und Finanzdienste
Das Ersatzteilgeschäft erzielte mit 1,78 Milliarden Dollar einen Rekordumsatz. Der Vorsteuergewinn lag mit 404,4 Millionen Dollar allerdings leicht unter dem Vorjahreswert. Paccar baut das Netz weiter aus und plant ein zusätzliches Verteilzentrum in Frankreich.
Die Finanzsparte steigerte ihren Vorsteuergewinn um 9,4 Prozent auf 138,1 Millionen Dollar. Sie profitierte von stabilen Margen und einem sich erholenden Gebrauchtwagenmarkt.
Ausblick für 2027
Das Management rechnet auch im kommenden Jahr mit guter Nachfrage. Für Nordamerika erwartet Paccar 2027 einen Class-8-Markt von 240.000 bis 280.000 Lkw, getragen von Konjunktur und Infrastrukturinvestitionen. Kunden erneuern demnach zunehmend ihre Flotten mit sparsameren Fahrzeugen. In Europa sehen die Planer ein ähnliches Niveau wie 2026.
Investieren will der Konzern weiter kräftig: 650 bis 700 Millionen Dollar Sachinvestitionen sind für 2027 vorgesehen. Hinzu kommen 460 bis 500 Millionen Dollar für Forschung, etwa für Diesel-, Hybrid- und Elektroantriebe. Die Plattform PACCAR Connect soll ab Anfang 2027 in Kenworth- und Peterbilt-Modellen verfügbar sein.
Die Aktie schloss vor den Zahlen bei 104,37 Dollar. Vorbörslich lag sie zuletzt bei 102,99 Dollar. In den vergangenen drei Monaten hat das Papier gut ein Fünftel an Wert verloren, die starken Margen geben nun einen fundamentalen Gegenpol.
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