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Oxford Square Capital Aktie: NAV fällt 22 Prozent auf 1,32 Dollar

Oxford Square Capital tauscht Wirtschaftsprüfer aus, während der Aktienkurs fällt. Die hohe Dividendenrendite von 31 Prozent signalisiert erhöhtes Risiko.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Wechsel von PwC zu Ernst & Young
  • Nettoinventarwert um 22 Prozent gesunken
  • Monatliche Ausschüttung von 0,035 Dollar
  • Aktie verliert 29 Prozent im Monat

Prüferwechsel sind Routine. Aber wenn ein Unternehmen seinen Wirtschaftsprüfer tauscht, während die Aktie auf Talfahrt ist, lohnt der zweite Blick.

Oxford Square Capital, eine auf Kreditverbriefungen spezialisierte BDC, hat PricewaterhouseCoopers durch Ernst & Young ersetzt. Die Entscheidung fiel Ende Mai auf Empfehlung des Audit Committees. Laut 8-K-Meldung gab es keine Differenzen mit PwC – die Prüfberichte für 2024 und 2025 waren ohne Einschränkungen. Ein sauberer Übergang also.

Rendite auf dünnem Fundament

Parallel dazu verschlechtert sich die Substanz des Portfolios. Der Nettoinventarwert fiel von 1,69 Dollar auf 1,32 Dollar je Aktie – ein Rückgang von knapp 22 Prozent. Die Aktie selbst notiert bei 1,13 Euro, das sind 45 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Allein im vergangenen Monat verlor das Papier fast 29 Prozent.

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Trotz der Erosion hält das Management an der monatlichen Ausschüttung von 0,035 Dollar fest. Das ergibt annualisiert 0,42 Dollar – und eine Rendite von 31 Prozent auf den aktuellen Kurs. Eine Zahl, die Anlegern klarmachen sollte, wie hoch das Risiko ist. Denn solche Renditen erzielt kaum ein Unternehmen nachhaltig.

Das Portfolio konzentriert sich auf CLO-Equity und vorrangig besicherte Anleihen. Beides ist stark vom Zinsumfeld und der Kreditqualität abhängig. Solange die Ausschüttungen nicht durch laufende Einnahmen gedeckt sind, bleibt die Dividende ein Signal der Unsicherheit – nicht der Stärke.

Die nächsten Quartalszahlen unter der neuen Prüfungsaufsicht von EY werden zeigen, ob sich der NAV stabilisiert. Der nächste Ex-Dividenden-Tag ist für Juni angesetzt. Bleibt die Substanzschmelze ungebremst, dürfte die hohe Rendite bald auf deutlich niedrigerem Kursniveau gerechtfertigt werden.

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Diskussion zu Oxford Square Capital

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.