Goldman Sachs hat Ørsted heute von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft und ein Kursziel von 185 DKK gesetzt. Für den weltgrößten Offshore-Windentwickler ist das eine wichtige Trendwende — nach Jahren voller Abschreibungen, Kostenüberschreitungen und einer milliardenschweren Kapitalerhöhung.
Die Aktie legte in Kopenhagen um mehr als drei Prozent zu.
Politischer Gegenwind lässt nach
Der Kern der Neubewertung liegt in einer veränderten Risikoeinschätzung. Goldman Sachs verweist auf eine weniger feindliche Regulierungsumgebung in den USA: Die Entscheidung der US-Regierung, eine Klage gegen eine einstweilige Verfügung zum Sunrise-Wind-Projekt nicht weiterzuverfolgen, wertet die Bank als Signal, dass der politische Druck nachlässt.
Parallel dazu rückt Europa stärker in den Fokus. Offshore-Wind gilt nach der jüngsten Energievolatilität auf dem Kontinent als strategische Säule der Versorgungssicherheit — ein stabiles Wachstumsumfeld, von dem etablierte Anbieter wie Ørsted profitieren dürften.
Bilanz als entscheidender Hebel
Goldman Sachs erwartet, dass sich Ørsted bis 2028 finanziell deutlich erholt — vorausgesetzt, die laufenden US-Bauprojekte werden planmäßig abgeschlossen. Erst dann, so das Kalkül der Analysten, gewinnt das Unternehmen den Spielraum für aggressiveres Wachstum.
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Das steht im scharfen Kontrast zur jüngsten Vergangenheit: Ørsted musste eine Kapitalerhöhung über 60 Milliarden DKK durchführen und die Dividende aussetzen. Auf der Hauptversammlung im April bestätigten die Aktionäre, dass auch für das Geschäftsjahr 2025 keine Ausschüttung erfolgt — Schuldenabbau und Projektausführung haben Vorrang.
Ambitionierte Langfristziele
Für 2033 modelliert Goldman Sachs ein EBITDA von rund 51 Milliarden DKK — etwa 40 Prozent über den Schätzungen für 2028 und deutlich oberhalb des aktuellen Marktkonsenses. Das Management selbst bestätigte zuletzt sein EBITDA-Ziel für 2026 von über 28 Milliarden DKK.
Die nächste Bewährungsprobe kommt schnell: Der Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2026 wird im Mai veröffentlicht. Dort werden Fortschritte bei den Schlüsselprojekten Revolution Wind und Sunrise Wind — geplante Fertigstellung 2026 beziehungsweise 2027 — im Mittelpunkt stehen.
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