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Oracle: Google Cloud erweitert Gemini-Agent

Trotz KI-Offensive mit Google Cloud und Wedbush-Kaufempfehlung fällt die Oracle-Aktie. Ein Stornierungsgerücht belastet den Kurs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KI-Tool für Google Cloud vorgestellt
  • Gerücht über Server-Stornierung drückt Kurs
  • Wedbush startet mit Outperform-Rating
  • Rekordauftragsbestand von 553 Milliarden Dollar

Eine Woche mit neuen KI-Produkten, einer bullischen Analysteninitiierung und einem heftigen Tageseinbruch — Oracle hat Anlegern in den vergangenen Tagen viel zugemutet. Der Kurs schloss am Freitag bei 145,62 Euro, ein Minus von 3,61 Prozent auf Tagesbasis.

KI-Partnerschaften als Wachstumstreiber

Den inhaltlichen Takt gab die vertiefte Zusammenarbeit mit Google Cloud vor. Oracle stellte am 22. April den „Oracle AI Database Agent for Gemini Enterprise“ vor — ein Tool, das Unternehmenskunden per natürlicher Sprache Zugang zu ihren Oracle-Daten ermöglicht. Das Produkt ist in 15 Regionen verfügbar, zwei weitere sollen innerhalb von zwölf Monaten folgen. Das Gewicht dieser Integration zeigt ein Blick auf Oracles Kundenbasis: 97 Prozent der Fortune-100-Unternehmen nutzen Oracle für geschäftskritische Prozesse.

Parallel dazu erweiterte Oracle Financial Services seine KI-Plattform ins Firmenkundengeschäft. Neue Agenten sollen Kreditbearbeitung, Handelsfinanzierung und Supply-Chain-Finance automatisieren — mit Bankern als Kontrollinstanz im Prozess.

Stornierungsgerücht löst Kursrutsch aus

Trotz der Produktnachrichten brach die Aktie am Donnerstag um rund 6 Prozent ein. Auslöser war ein Bericht des Analysehauses Bluefin Research: Oracle soll eine Bestellung von 300 bis 400 Server-Racks des Typs Super Micro GB300 NVL72 — bestückt mit Nvidia-Chips — storniert haben. Bluefin veranschlagt den Stückpreis auf 3,5 Millionen Dollar; der entgangene Umsatz für Super Micro könnte sich auf bis zu 1,4 Milliarden Dollar summieren. Oracle selbst äußerte sich nicht dazu.

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Wedbush sieht Kurspotenzial von 30 Prozent

Am Freitag nahm Wedbush Securities die Abdeckung mit „Outperform“ und einem Kursziel von 225 Dollar auf. Die Investmentbank verwies auf Oracles strategische Partnerschaften mit OpenAI und Nvidia sowie auf die laufende Kapitalmaßnahme: Von einem geplanten Volumen von 45 bis 50 Milliarden Dollar hat Oracle bereits 30 Milliarden Dollar über Anleihen und Wandelanleihen eingesammelt. Den Kurs am Freitag konnte die Einschätzung nicht stützen.

Rekord-Auftragsbestand gegen Schuldenberg

Das fundamentale Bild bleibt gespalten. Oracles vertraglich gebundener Auftragsbestand (RPO) belief sich zum Ende des dritten Fiskalquartals auf 553 Milliarden Dollar — ein Plus von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr, getragen von Großverträgen mit OpenAI, Meta und xAI. Bullen sehen darin die Rechtfertigung für die massiven Investitionen.

Die Kehrseite: Der freie Cashflow ist tief negativ, die Nettoverschuldung wächst. Von 46 Analysten empfehlen 35 die Aktie zum Kauf; das durchschnittliche Kursziel liegt bei 243,71 Dollar — rund 40 Prozent über dem aktuellen Niveau. Ob der RPO-Bestand diesen Optimismus trägt, wird Oracles Q4-Ergebnis zeigen müssen, das im Juni erwartet wird.

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