Oracle baut seine Partnerschaft mit Google Cloud aus. Anleger ignorieren die gute Nachricht. Ein stornierter Hardware-Auftrag und explodierende Kosten sorgen für Unruhe. Die Aktie rutscht ab.
Stornierter Milliarden-Auftrag
Berichte über einen geplatzten Deal belasten den Kurs. Oracle hat laut Bluefin Research eine Großbestellung bei Super Micro Computer storniert. Es geht um Hunderte Server-Racks. Das Volumen liegt bei über einer Milliarde US-Dollar. Super Micro verweigert einen Kommentar. Das Unternehmen verweist auf die Quartalszahlen am 5. Mai.
Die Oracle-Aktie notiert aktuell bei 153,28 Euro. Seit Jahresbeginn verlor das Papier über acht Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch ist der Kurs mittlerweile 45 Prozent entfernt.
Dabei lieferte der Softwarekonzern eigentlich positive Nachrichten. Oracle erweitert die Kooperation mit Google Cloud. Ein neuer KI-Agent für Gemini Enterprise ist nun verfügbar. Kunden können ihre Oracle-Datenbanken damit per natürlicher Sprache abfragen. SQL-Kenntnisse sind nicht mehr nötig. Die Daten bleiben am Ursprungsort. Oracle bietet den Dienst inzwischen in 15 Regionen an.
Hohe Schulden und eine Klage
Die Skepsis am Markt wächst. Morgan Stanley senkte das Kursziel für Oracle. Die Analysten zweifeln an den Margen im GPU-as-a-Service-Geschäft. Parallel dazu formiert sich juristischer Widerstand. Eine Sammelklage wirft dem Management falsche Aussagen zur KI-Infrastruktur vor. Die Kläger behaupten, Oracle habe Risiken für den Cashflow verschwiegen.
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Die Bilanz zeigt tiefe Spuren der Expansion. Die langfristigen Schulden stiegen auf rund 125 Milliarden US-Dollar. Der freie Cashflow der letzten vier Quartale ist mit knapp 25 Milliarden US-Dollar negativ. Die Ursache: massive Investitionen in neue Rechenzentren.
Immerhin wächst das operative Geschäft rasant. Der Umsatz mit GPU-Diensten kletterte im Jahresvergleich um 177 Prozent. Die Nutzung von Multi-Cloud-Datenbanken stieg um über 800 Prozent.
Die Wall Street bleibt gespalten. Oracle sitzt auf einem Auftragsbestand von 553 Milliarden US-Dollar. Das Management muss diese Summe nun zügig in freien Cashflow verwandeln. Gelingt das nicht, droht bei der aktuellen Schuldenlast weiterer Druck auf die Aktie.
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