Oracle hat den Termin für die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen bestätigt. Doch die Vorzeichen könnten kaum schwieriger sein: Die Aktie hat sich seit dem Allzeithoch fast halbiert, während Schuldenberge und teure KI-Infrastruktur auf die Stimmung drücken. Am 10. März muss der Software-Konzern beweisen, ob der massive Auftragsbestand auch profitabel ist oder ob die Kosten aus dem Ruder laufen.
Termin steht fest
Am Dienstag, den 10. März 2026, wird Oracle nach Börsenschluss die Bücher für das dritte Quartal öffnen. Das Timing ist brisant. Der Kurs notiert aktuell bei 129,74 Euro und damit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 146,34 Euro. Seit dem Rekordhoch im September, das noch durch die Euphorie um einen OpenAI-Deal getrieben wurde, ging es steil bergab. Der Markt straft das Unternehmen derzeit vor allem für die enormen Kosten ab, die der aggressive Ausbau der KI-Infrastruktur verschlingt.
Wachstum auf Pump?
Dabei lesen sich die nackten Wachstumszahlen der jüngsten Vergangenheit auf den ersten Blick beeindruckend. Zuletzt stiegen die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) um spektakuläre 438 Prozent auf über 500 Milliarden US-Dollar. Doch dieses Wachstum ist teuer erkauft. Die Unternehmensschulden haben die Marke von 100 Milliarden Dollar durchbrochen. Um die Nachfrage von Großkunden wie Nvidia, Meta oder OpenAI zu bedienen, plant Oracle für das Kalenderjahr 2026 weitere 45 bis 50 Milliarden Dollar an Kapital aufzunehmen. Diese Diskrepanz zwischen steigenden Schulden und dem notwendigen Cashflow für den Infrastrukturausbau ist der Haupttreiber für die Skepsis der Anleger.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?
Rechtsstreit und Projektrisiken
Neben der Verschuldung sorgen operative und rechtliche Risiken für Unsicherheit. Berichte über Verzögerungen beim Bau von Rechenzentren und Fragen zur Finanzierungskraft des Partners OpenAI belasten das Vertrauen. Hinzu kommt juristischer Ärger: Mehrere Sammelklagen werfen dem Management irreführende Angaben zum KI-Wachstum und zu Infrastruktur-Verpflichtungen vor. Investoren befürchten, dass die ambitionierten Pläne – wie das gigantische „Stargate“-Projekt – die Bilanzen überstrapazieren könnten, ohne kurzfristig entsprechende Gewinne abzuwerfen.
Der kommende Quartalsbericht am 10. März wird zeigen, ob Oracle die Balance zwischen Investition und Ertrag findet. Anleger werden besonders genau darauf achten, wie schnell das Unternehmen seinen enormen Auftragsbestand in tatsächlichen Umsatz umwandeln kann und ob die Prognosen für die Investitionsausgaben (CapEx) erneut nach oben korrigiert werden müssen.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 4. März liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
