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Oracle Aktie: Wende in Sicht

Oppenheimer stuft Oracle nach Kursverlust hoch und sieht attraktive Bewertung. Die KI-Investitionen belasten, doch ein gigantischer Auftragsbestand spricht für die Strategie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursziel von 185 US-Dollar nach Aufstufung
  • Massive Investitionen in KI-Infrastruktur geplant
  • Auftragsbestand von über 520 Milliarden Dollar
  • Gewinnverdopplung bis 2030 für möglich gehalten

Die Oracle-Aktie hatte einen brutalen Start ins Jahr 2026. Massive Ausgabenpläne für neue KI-Infrastruktur und Unsicherheiten rund um wichtige Partnerschaften verschreckten die Anleger und schickten den Kurs auf Talfahrt. Doch nun sorgt eine frische Analysteneinschätzung für Aufatmen: Ist der massive Ausverkauf überzogen und bietet die aktuelle Bewertung eine günstige Einstiegsgelegenheit?

Oppenheimer sieht Kaufchance

Nach einem Kursverlust von fast 25 Prozent seit Jahresbeginn meldet sich Oppenheimer-Analyst Brian Schwartz zu Wort. Er stufte das Papier am Mittwoch von „Perform“ auf „Outperform“ hoch und setzte ein Kursziel von 185 US-Dollar. Die Begründung der Investmentbank ist deutlich: Die Bewertung sei nach dem jüngsten Abverkauf wieder attraktiv. Zwar werde der Wandel zu einem kapitalintensiven Geschäftsmodell Zeit brauchen, bis er sich in den Bilanzen niederschlägt, doch das Chancen-Risiko-Verhältnis habe sich deutlich verbessert. Oppenheimer prognostiziert zudem ein starkes langfristiges Gewinnwachstum und hält eine Verdopplung des Gewinns pro Aktie bis zum Geschäftsjahr 2030 für möglich.

Teure KI-Träume belasten

Der jüngste Druck auf die Aktie kommt allerdings nicht von ungefähr. Investoren sorgen sich primär um die gigantischen Kosten für den Ausbau der Rechenzentren. Oracle plant, bis zu 50 Milliarden US-Dollar durch Schulden und Kapitalerhöhungen aufzunehmen, um die Expansion zu finanzieren. Marktbeobachter hinterfragen kritisch, wie sich diese Ausgabenlast kurzfristig auf die Gewinnmargen und den Cashflow auswirken wird.

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Zusätzlich belasteten Berichte, dass das geplante „Stargate“-Projekt – ein 500 Milliarden Dollar schweres Joint Venture mit OpenAI und SoftBank – ins Stocken geraten sei. Unstimmigkeiten über Struktur und Personal drückten zuletzt die Stimmung bei allen Unternehmen, die stark von OpenAI-Workloads abhängig sind.

Gigantischer Auftragsbestand

Trotz der Skepsis gibt es starke Argumente für die optimistische Sichtweise. Oracle verweist auf einen massiven Auftragsbestand (Remaining Performance Obligations) von über 520 Milliarden US-Dollar, was die ungebrochen hohe Nachfrage nach Rechenleistung unterstreicht. Während Skeptiker auf die steigende Verschuldung blicken, sehen Befürworter in diesem Backlog die Validierung der aggressiven Infrastruktur-Strategie.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird nun sein, wie effizient das Management die geplante Kapitalaufnahme von 50 Milliarden Dollar umsetzt, ohne die Altaktionäre übermäßig zu verwässern. Gelingt es dem Konzern, den historischen Auftragsbestand profitabel abzuarbeiten, könnte die aktuelle Analysten-Aufstufung tatsächlich den Boden markieren.

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