Oracle will nicht mehr nur Cloud-Infrastruktur vermieten. Mit einem neuen strategischen Vorstoß in den Bereich der integrierten Finanzdienstleistungen erweitert der Softwarekonzern sein Geschäftsmodell. Dieser Schritt folgt auf überraschend starke Quartalszahlen und liefert fundamentale Argumente für eine Neubewertung des zuletzt stark korrigierten Papiers.
Finanzdienste direkt integriert
Am Dienstag gab der Embedded-Finance-Anbieter Alviere eine mehrjährige strategische Vereinbarung mit Oracle bekannt. Ziel der Kooperation ist es, regulierte Zahlungsdienste direkt in die bestehenden Software-Workflows von Großunternehmen einzubinden. Kunden können künftig Kartenausgaben, internationale Überweisungen oder Treasury-Funktionen nahtlos über ihre vertrauten Systeme abwickeln.
Die Partnerschaft geht dabei über eine reine technische Integration hinaus. Oracle beteiligt sich im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde direkt an Alviere. Dieser Schritt diversifiziert die Einnahmequellen abseits des reinen Cloud-Geschäfts und zielt auf stark regulierte Branchen ab, die ohnehin bereits auf Oracle-Anwendungen vertrauen.
Rekordaufträge treffen auf Analystenlob
Das neue FinTech-Engagement baut auf einem soliden operativen Fundament auf. Anfang März präsentierte das Management für das dritte Geschäftsquartal das stärkste organische Wachstum seit über 15 Jahren. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) kletterten dank großvolumiger KI-Verträge massiv in die Höhe.
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Die wichtigsten Eckdaten der jüngsten Entwicklung im Überblick:
– Umsatz Q3: 17,2 Milliarden US-Dollar (+22 %)
– Cloud-Infrastruktur Q3: 4,9 Milliarden US-Dollar (+84 %)
– Kursziel JPMorgan: 210 US-Dollar (Hochstufung auf „Overweight“)
– Kursziel Barclays: 240 US-Dollar
Diese Dynamik zwingt die Wall Street zu einer Neubewertung. Nach dem deutlichen Kursrutsch der vergangenen Monate sehen große Investmentbanken nun ein deutlich verbessertes Chance-Risiko-Verhältnis. Aktuell notiert der Titel bei 134,80 Euro und damit noch immer knapp 52 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Die jüngste operative Stärke scheint in dieser Bewertung noch nicht vollständig eingepreist zu sein, zumal Oracle die milliardenschweren KI-Verträge ohne zusätzliche Kapitalerhöhungen abwickeln will.
Ausblick und Kapitalrückflüsse
Neben der strategischen Erweiterung durch den Alviere-Deal lockt das Unternehmen Anleger mit direkten Ausschüttungen. Am 9. April 2026 wird die Aktie ex-Dividende gehandelt, was die zwölfte jährliche Anhebung in Folge markiert. Gepaart mit der jüngst um eine Milliarde auf 90 Milliarden US-Dollar angehobenen Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 untermauert das Management seinen Anspruch, sich von einem defensiven Value-Titel zu einem zentralen Wachstumsmotor der KI-Ökonomie zu wandeln.
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