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Oracle Aktie: Verwässerung droht!

Oracle treibt KI-Expansion mit Milliardeninvestitionen voran, finanziert diese aber teilweise durch neue Aktien, was eine Verwässerung für bestehende Aktionäre bedeutet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekord-Auftragsbestand von 553 Milliarden US-Dollar
  • Finanzierung durch Aktienemission und Schulden geplant
  • Stellenabbau von bis zu 30.000 Positionen
  • Nächste Quartalsdividende von 0,50 US-Dollar fällig

Oracle steht vor einer gewaltigen Transformation. Der Softwarekonzern pumpt 156 Milliarden US-Dollar in neue KI-Infrastruktur. Parallel dazu fordert der Markt verlässliche Renditen. Am kommenden Freitag zahlt das Unternehmen seine nächste Quartalsdividende von 0,50 US-Dollar je Aktie aus. Wer profitieren will, musste die Papiere bereits Anfang April im Depot haben.

Auftragsflut durch KI-Giganten

Der Wandel hin zu rechenintensiven Rechenzentren füllt die Auftragsbücher. Oracle meldet offene Leistungsverpflichtungen von 553 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Sprung von 325 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber sind gigantische Cloud-Verträge mit Branchengrößen wie Nvidia, OpenAI und Meta.

Das Ziel: Dieser Rekord-Auftragsbestand muss schnell in Umsatz fließen. Für das Geschäftsjahr 2027 hat das Management die Umsatzprognose bereits auf 90 Milliarden US-Dollar angehoben. Diese Sichtbarkeit gibt dem Vorstand den nötigen Spielraum für den radikalen Konzernumbau.

Stellenabbau und Kapitalbedarf

Die Neuausrichtung kostet viel Geld. Analysten schätzen, dass weltweit bis zu 30.000 Stellen wegfallen. Diese harten Einschnitte sollen jährlich acht bis zehn Milliarden US-Dollar an freiem Cashflow freisetzen. Das Geld fließt direkt in die weitere KI-Expansion.

Das reicht allerdings nicht aus. Für das Kalenderjahr 2026 plant Oracle Bruttoerlöse von 45 bis 50 Milliarden US-Dollar ein. Der Konzern will diese Summe über eine Mischung aus neuen Schulden und der Ausgabe neuer Aktien beschaffen. Hier droht bestehenden Aktionären eine Verwässerung ihrer Anteile. Weitere Anleiheemissionen schließt das Management für dieses Jahr aus.

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Blick auf den Kurs

An der Börse zeigt sich ein zerrissenes Bild. Zwar legte die Aktie auf Wochensicht um satte 24 Prozent zu. Mit einem Freitagsschlusskurs von 147,50 Euro notiert das Papier seit Jahresanfang aber knapp zwölf Prozent im Minus.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bleibt gewaltig. Bis zur Marke von 280,70 Euro fehlen aktuell mehr als 47 Prozent. Ein technisches Detail fällt dabei auf.

Der Relative-Stärke-Index liegt aktuell bei 27,1. Dieser Wert signalisiert einen stark überverkauften Zustand. Am kommenden Freitag rückt nun die Dividendenausschüttung in den Fokus.

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