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Oracle Aktie: UBS hebt Ziel auf 285 Dollar

Trotz zahlreicher Kurszielerhöhungen fällt die Oracle-Aktie deutlich. Anleger fürchten die hohen Investitionskosten für den KI-Cloud-Ausbau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analysten heben Kursziele an
  • Aktie verliert sechs Prozent
  • Sorgen um KI-Investitionskosten
  • Cloud-Wachstum im Fokus

Bei Oracle klaffen Analystenmeinungen und Kursentwicklung aktuell weit auseinander. Wenige Tage vor den Quartalszahlen hagelt es reihenweise höhere Kursziele. Die Börse reagiert indes mit einem deutlichen Kursrutsch. Anleger sorgen sich zunehmend um die explodierenden Kosten für Künstliche Intelligenz.

Kaufempfehlungen im Akkord

Am 10. Juni öffnet der Softwarekonzern seine Bücher. Im Vorfeld überschlagen sich die Experten mit Optimismus. UBS-Analyst Karl Keirstead hob sein Kursziel von 250 auf 285 US-Dollar an. Er sieht nach Gesprächen mit Kunden keinerlei Anzeichen für eine schwächere Nachfrage.

Scotiabank legt sogar noch eine Schippe drauf. Analyst Patrick Colville schraubt sein Ziel auf 290 US-Dollar nach oben. Er verweist auf Oracles starke Position im Bereich der KI-Cloud. Das Management treibt den Ausbau der Rechenzentren offenbar schneller voran als geplant.

Die Bank rechnet mit gigantischen Investitionen. Bis zum Geschäftsjahr 2027 könnten die Ausgaben für Infrastruktur knapp 100 Milliarden US-Dollar erreichen. Ein einziger Experte schwimmt gegen den Strom. Morgan Stanley senkte das Ziel leicht auf 207 US-Dollar und warnt vor einer zu hohen Kundenkonzentration.

Angst vor der Kostenfalle

Trotz der Kaufempfehlungen geriet die Aktie am Mittwoch unter Druck. Der Kurs fiel im frühen Handel um sechs Prozent. Zuvor hatte das Papier innerhalb einer Woche noch eine rasante Rally hingelegt.

Gewinnmitnahmen erklären den Rücksetzer nur teilweise. Der Markt blickt zunehmend nervös auf die enormen Kosten der KI-Expansion. Ein Auslöser für die Nervosität war Alphabet. Der Google-Mutterkonzern plant einen milliardenschweren Aktienverkauf, um seine eigene Infrastruktur zu finanzieren. Das weckt branchenweit Ängste vor einer Verwässerung.

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Milliarden-Regen für den Gründer

Die jüngste Kursrally hat historische Ausmaße. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um rund 25 Prozent zu. Das katapultierte das Vermögen von Mitgründer Larry Ellison auf 302 Milliarden US-Dollar.

Damit rückt Ellison in der weltweiten Reichenliste auf den dritten Platz vor. Noch im April lag sein Vermögen deutlich unter der Marke von 200 Milliarden US-Dollar. Ein rasanter Aufstieg in nur wenigen Wochen.

Fokus auf das Cloud-Wachstum

Die kommenden Quartalszahlen müssen nun liefern. Die Wall Street erwartet einen Gewinn von 1,95 US-Dollar je Aktie. Der Umsatz soll im Jahresvergleich auf rund 19,1 Milliarden US-Dollar steigen.

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Cloud-Infrastruktur. Dieser Bereich ist der wichtigste Wachstumstreiber des Konzerns. Im Vorquartal meldete Oracle hier ein Umsatzplus von 84 Prozent. Ein prall gefülltes Auftragsbuch stützt diese Entwicklung.

Am 10. Juni legt Oracle die Karten auf den Tisch. Bestätigt das Management die ambitionierten Wachstumsprognosen für das kommende Jahr, dürfte das die Sorgen um hohe Investitionskosten dämpfen. Ein starker Ausblick bleibt die Grundvoraussetzung für weitere Kursgewinne.

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