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Oracle Aktie: Starke Zahlen, große Ambitionen

Oracle meldet starkes Umsatzwachstum durch KI- und Cloud-Dienste, erhöht jedoch massiv sein Restrukturierungs- und Investitionsbudget für den weiteren Ausbau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz und Gewinn je Aktie übertreffen Erwartungen
  • Auftragsbestand explodiert um 325 Prozent
  • Investitionsoffensive von 50 Milliarden Dollar geplant
  • Markt reagiert zunächst positiv, dann verhalten

Oracle hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten Gewinn je Aktie die Erwartungen übertroffen. Der Antrieb dahinter: eine rasant wachsende Nachfrage nach KI-Infrastruktur und Cloud-Diensten. Die Zahlen sind beeindruckend — doch die Kosten dieser Wachstumsstrategie sind es ebenfalls.

Wachstum auf breiter Front

Der Umsatz stieg um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar. Besonders auffällig: das Cloud-Infrastrukturgeschäft legte um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 1,79 Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 1,70 Dollar.

Noch deutlicher als die Quartalszahlen selbst spricht der Auftragsbestand. Die sogenannten Remaining Performance Obligations — also noch nicht realisierte, aber bereits vertraglich gesicherte Erlöse — stiegen um 325 Prozent auf 553 Milliarden Dollar. Dieser Sprung geht vor allem auf großvolumige KI-Verträge zurück und verschafft Oracle eine ungewöhnlich lange Umsatzsichtbarkeit. Das Management hob die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 90 Milliarden Dollar an.

Umbau und Investitionsoffensive

Parallel zum Wachstum treibt Oracle einen umfangreichen Umbau voran. Das Restrukturierungsbudget für das laufende Geschäftsjahr wurde am 12. März um 500 Millionen auf insgesamt 2,1 Milliarden Dollar erhöht. Co-CEO Mike Sicilia begründete dies mit dem Einsatz KI-gestützter Entwicklungswerkzeuge, die kleinere und effizientere Ingenieurteams ermöglichen sollen. Analysten von TD Cowen schätzen, dass bis zu 30.000 Stellen von dieser Neuausrichtung betroffen sein könnten.

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Gleichzeitig plant Oracle für das laufende Geschäftsjahr Investitionen von 50 Milliarden Dollar in den Ausbau seiner Rechenzentrumskapazitäten — mehr als doppelt so viel wie die 21 Milliarden Dollar im Vorjahr. Zur Finanzierung hat das Unternehmen bereits 30 Milliarden Dollar über Anleihen und Wandelschuldverschreibungen gesichert. Diese Investitionsintensität belastet kurzfristig den freien Cashflow erheblich.

Marktreaktion und Analystensicht

Die Erstreaktion der Märkte fiel positiv aus: Nach Veröffentlichung der Ergebnisse sprang der Kurs um 11 Prozent. Einen Tag später gab die Aktie jedoch 2,5 Prozent nach, nachdem Stifel Nicolaus sein Kursziel von 275 auf 220 Dollar senkte — bei weiterhin bestehendem Kaufvotum. Die Analysten von Citi halten an einem Kursziel von 320 Dollar fest und verweisen auf die skalierenden, margenstarken Cloud-Dienste als zentralen Werttreiber.

Gemessen am aktuellen Kurs von 137,66 Euro notiert die Aktie noch rund 28 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt — ein Hinweis darauf, dass der jüngste Kurssprung nach den Quartalszahlen die längerfristige Schwäche des Titels noch nicht vollständig aufgeholt hat.

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