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Symbolbild, KI-generiert

Oracle Aktie: Schulden im Rampenlicht

Oracle verzeichnet starkes operatives Wachstum, doch die hohe Verschuldung und ein negativer Cashflow schüren Sorgen um die Finanzierung der KI-Infrastruktur.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Schuldenlast erreicht 153,1 Milliarden Dollar
  • Kreditausfallrisiko auf historischem Höchststand
  • Starkes Umsatzwachstum im Cloud-Geschäft
  • Negativer Cashflow belastet Finanzlage

Oracles Schulden rücken an die Börse in den Vordergrund – und das zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Während das Unternehmen operativ glänzt, wächst die Sorge, ob die milliardenschwere KI-Infrastruktur langfristig finanzierbar bleibt.

Kreditrisiko auf Rekordniveau

Ein ungewöhnlicher Indikator sorgt für Aufmerksamkeit: Oracles Credit Default Swaps – Absicherungsinstrumente gegen Kreditausfälle – kletterten am Freitag auf rund 198,6 Basispunkte und nähern sich damit historischen Höchstwerten. Der Hintergrund ist eine Schuldenlast von 153,1 Milliarden Dollar, die das Unternehmen im Zuge seiner aggressiven Datenzentren-Expansion aufgebaut hat.

J.P. Morgan reagierte prompt und legte ein synthetisches Kreditpaket auf, das Investoren ermöglicht, gezielt gegen die Kreditgesundheit von KI-Infrastrukturanbietern zu wetten. Oracle ist darin gemeinsam mit Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft vertreten – ein Zeichen, dass die Risikowahrnehmung rund um KI-Investitionen im Anleihenmarkt spürbar gestiegen ist.

Starke Zahlen, schwacher Cashflow

Die operativen Ergebnisse erzählen eine andere Geschichte. Im dritten Quartal 2026 stieg der Umsatz um 21,7 Prozent auf 17,19 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Das Cloud-Infrastrukturgeschäft legte sogar um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar zu. Für 2027 hob Oracle die Umsatzprognose auf 90 Milliarden Dollar an – gestützt auf vertraglich gebundene Auftragsvolumina von 553 Milliarden Dollar.

Das Wachstum hat jedoch seinen Preis. Der freie Cashflow ist negativ und entspricht rund 39 Prozent des Umsatzes. Zusätzlich belastet eine Sammelklage das Bild: Kläger werfen Oracle vor, die finanziellen Risiken der KI-Investitionen nicht ausreichend offengelegt zu haben. Die Frist zur Benennung eines Hauptklägers läuft am 6. April 2026 ab.

Ausblick und Dividende

Für das vierte Quartal 2026 erwartet Oracle einen Gewinn je Aktie zwischen 1,96 und 2,00 Dollar. Am 9. April 2026 folgt der Ex-Dividendentag für die quartalsweise Ausschüttung von 0,50 Dollar je Aktie, die Zahlung ist für den 24. April geplant.

Die Aktie verlor allein in den vergangenen 90 Tagen rund 28 Prozent an Wert – ein Rückgang, der die wachsende Skepsis des Markts gegenüber dem Tempo der KI-Monetarisierung widerspiegelt. Analysten sehen im Schnitt ein Kursziel von 262,91 Dollar und stufen den Titel mit „Moderate Buy“ ein. Ob dieses Ziel erreichbar ist, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell Oracle seinen negativen Cashflow in den Griff bekommt.

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