Oracle steht unter massivem Druck. Der Software-Riese hat sich mit einem 300-Milliarden-Dollar-Vertrag für OpenAI weit aus dem Fenster gelehnt, doch nun zweifeln Investoren offen an der Finanzierbarkeit dieser Ambitionen. Ein aktueller Analystenbericht zeichnet ein düsteres Bild: Drohen jetzt Massentlassungen und Notverkäufe, um die leere Kasse zu füllen?
Warnsignale von der Wall Street
Die Investmentbank TD Cowen sorgte am Donnerstag für Unruhe am Markt. Laut einer neuen Analyse erwägt Oracle drastische Sparmaßnahmen, um die explodierenden Kosten für die KI-Infrastruktur zu decken. Im Raum stehen Kündigungen von 20.000 bis 30.000 Mitarbeitern. Dieser radikale Schnitt soll angeblich 8 bis 10 Milliarden Dollar an Cashflow freisetzen, um die Liquidität zu sichern.
Das Vertrauen am Anleihemarkt bröckelt bereits. Ein klares Warnsignal sind die sogenannten Credit Default Swaps (CDS) – die Kosten zur Absicherung gegen einen Zahlungsausfall von Oracle haben sich in den letzten Monaten des Jahres 2025 verdreifacht. Dies deutet darauf hin, dass institutionelle Geldgeber das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit oder Liquiditätskrise deutlich höher einschätzen als noch vor einem Jahr.
OpenAI-Vertrag als Kostenfalle?
Auslöser der Finanznöte ist der gewaltige Hunger nach Rechenleistung. Im Zentrum steht der Fünf-Jahres-Vertrag mit OpenAI über 300 Milliarden Dollar. TD Cowen schätzt, dass dieser Deal allein Investitionen (Capex) von rund 156 Milliarden Dollar erfordert, unter anderem für die Anschaffung von drei Millionen Hochleistungs-Grafikchips.
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Um diese Summen zu stemmen, prüft das Management laut dem Bericht sogar einen Verkauf der erst im Juni 2022 für 28,3 Milliarden Dollar erworbenen Gesundheitssparte Cerner. Zudem sollen US-Banken mittlerweile zögern, weitere Rechenzentrumsprojekte zu finanzieren, weshalb sich Oracle verstärkt nach Kreditgebern in Asien umsehen muss. Auch Kunden werden stärker zur Kasse gebeten: Bei neuen Verträgen verlangt der Konzern nun oft 40 Prozent Anzahlung.
Aktie auf Talfahrt
An der Börse reagieren Anleger nervös auf die Ungewissheit und die Berichte über Finanzierungslücken. Die Oracle-Aktie notiert aktuell bei 165,90 Euro und hat damit in den letzten 30 Tagen fast 15 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch ist mittlerweile auf über 40 Prozent angewachsen, was die Skepsis des Marktes gegenüber der aggressiven Expansionsstrategie unterstreicht.
Bislang hat das Unternehmen die Berichte von TD Cowen nicht öffentlich kommentiert. Klarheit dürfte erst der nächste Quartalsbericht bringen, der voraussichtlich Anfang März veröffentlicht wird. Dann muss das Management beweisen, wie es den Spagat zwischen gigantischen Investitionsverpflichtungen und solider Bilanzführung meistern will, ohne die Substanz des Unternehmens zu gefährden.
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