Oracle steht vor einer entscheidenden Woche. Während der Software-Konzern am Dienstag seine Quartalszahlen vorlegt, sorgen Berichte über einen massiven Stellenabbau für Unruhe. Um die enormen Kosten der aggressiven KI-Expansion zu decken, plant das Unternehmen offenbar, sich von Tausenden Mitarbeitern zu trennen.
Der teure Preis der KI-Wette
Laut einem Bericht von Bloomberg erwägt Oracle die Entlassung von 20.000 bis 30.000 Mitarbeitern. Ziel dieser drastischen Maßnahme ist es, Einsparungen in Höhe von 8 bis 10 Milliarden Dollar zu generieren. Dieser finanzielle Spielraum wird dringend benötigt, um den kapitalintensiven Ausbau der KI-Infrastruktur zu stemmen. Das Unternehmen reagiert damit auf die enormen Kosten, die durch Großprojekte wie die Partnerschaft mit OpenAI entstehen. Allein hier werden Investitionen von geschätzten 156 Milliarden Dollar über fünf Jahre veranschlagt.
Die aggressive Strategie hat die Bilanz bereits stark belastet. Die Gesamtverschuldung ist auf über 100 Milliarden Dollar angestiegen, getrieben durch den Bau neuer Rechenzentren in den USA. Um die vertraglich zugesicherte Rechenleistung für Kunden wie Meta, Nvidia und OpenAI bereitzustellen, plant Oracle für 2026 weitere Kapitalmaßnahmen in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar.
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Lichtblick Auftragsbestand
Trotz der finanziellen Anspannung und des jüngsten Kursrutschs von über 21 Prozent seit Jahresanfang (YTD: -21,15%) gibt es operative Erfolge. Der Auftragsbestand (Remaining Performance Obligations) wuchs zuletzt explosiv auf 523 Milliarden Dollar – ein Anstieg von über 400 Prozent im Jahresvergleich. Auch das Wachstum im Cloud-Bereich beschleunigte sich auf 33 Prozent. Diese Zahlen belegen, dass die Nachfrage nach Oracles KI- und Datenbanklösungen real ist, auch wenn die Finanzierung dieser Nachfrage das Unternehmen vor Herausforderungen stellt.
Am Dienstag, den 10. März, wird sich nach Börsenschluss zeigen, wie das Management diesen Spagat kommuniziert. Investoren erwarten neben den reinen Umsatzzahlen vor allem konkrete Aussagen zur geplanten Restrukturierung und zur Stabilisierung der Verschuldungssituation.
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