Oracle steht vor widersprüchlichen Entwicklungen. Während das Unternehmen einen strategischen Cloud-Vertrag mit dem britischen Verteidigungsministerium verkündet, sorgt ein millionenschwerer Insider-Verkauf für Aufmerksamkeit. Gleichzeitig häufen sich Berichte über Probleme beim Aufbau der neuen Unternehmenszentrale in Nashville.
Insider verkauft für knapp 7 Millionen Dollar
Am Donnerstag, den 15. Januar, trennte sich Executive Vice President Douglas Kehring von 35.000 Oracle-Aktien. Die Transaktion erfolgte zu einem Durchschnittspreis von 194,89 Dollar pro Aktie und brachte ihm rund 6,82 Millionen Dollar ein. Der Verkauf wurde über einen bereits im Oktober 2025 eingerichteten Handelsplan nach Regel 10b5-1 abgewickelt – ein Instrument, das Insider nutzen, um geplante Transaktionen vom Vorwurf des Insiderhandels abzugrenzen.
Nach dem Verkauf hält Kehring noch 33.638 Aktien direkt. Die Oracle-Aktie schloss den Freitag leicht im Plus bei 191,27 Dollar.
Cloud-Deal mit britischem Verteidigungsministerium
Auf der Habenseite verkündete Oracle am Freitag eine neue Vereinbarung mit dem britischen Verteidigungsministerium. Das Ministerium will Legacy-Systeme auf die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) migrieren und KI-Fähigkeiten ausbauen. Der Vertrag passt in Oracles Strategie, sich als bevorzugter Anbieter für Regierungen und Großunternehmen im Cloud- und KI-Bereich zu positionieren.
Bereits zuvor hatte sich das Unternehmen milliardenschwere Cloud-Zusagen von NVIDIA und Meta gesichert, was die verbleibenden Vertragsverpflichtungen (Remaining Performance Obligations) deutlich erhöht hat. Im Januar 2026 brachte Oracle zudem die KI-Datenbank 26ai auf den Markt.
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Rekrutierungsprobleme in Nashville
Weniger erfreulich sind Meldungen über Schwierigkeiten beim Aufbau der neuen globalen Zentrale in Nashville, Tennessee. Laut Berichten vom Freitag kämpft Oracle damit, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Als Gründe werden die strikte Präsenzpflicht vor Ort und weniger attraktive Vergütungspakete im Vergleich zu anderen Standorten genannt. Die Rekrutierungsprobleme könnten die Inbetriebnahme der neuen Zentrale verzögern.
Spannungsfeld zwischen Wachstum und Verschuldung
Oracle steht unter dem kritischen Blick des Marktes. Die massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur treiben die Verschuldung in die Höhe, während Anwaltskanzleien prüfen, ob das Unternehmen ausreichend über die Finanzierungsbedarfe informiert hat. Die Aktie hat im laufenden Jahr knapp 3 Prozent verloren, liegt aber auf Jahressicht noch 22,6 Prozent im Plus.
Die nächsten Quartalszahlen werden Mitte März 2026 erwartet. Analysten stufen die Aktie im Konsens mit „Moderate Buy“ ein und erwarten vor allem Aufschluss darüber, ob sich die hohen Infrastrukturausgaben in nachhaltigem, profitablem Wachstum niederschlagen.
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