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Oracle Aktie: Massive Vorwürfe

Oracle steht nach zwei großen Anleiheemissionen für OpenAI in der Kritik. Anleihegläubiger klagen wegen mangelnder Transparenz, was den Aktienkurs deutlich unter Druck setzt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Klage wegen verschwiegenem Kapitalbedarf
  • Aktie verliert deutlich an Wert
  • Kreditausfallversicherungen stark teurer
  • Finanzierung für OpenAI-Deal im Fokus

Oracle steht aktuell im Kreuzfeuer der Kritik – und der Justiz. Statt über KI-Fortschritte oder Cloud-Wachstum diskutiert der Markt über eine mögliche Irreführung von Investoren. Im Zentrum steht eine umstrittene Finanzierungsstrategie für den OpenAI-Deal, die nun Anwälte auf den Plan ruft und den Aktienkurs belastet.

Finanzierungsbedarf löst Unruhe aus

Der Auslöser für die Turbulenzen sind die enormen Kapitalkosten für die Partnerschaft mit OpenAI. Zunächst sammelte der Software-Konzern 18 Milliarden Dollar über Anleihen ein, um Rechenkapazitäten bereitzustellen. Doch nur sieben Wochen später kehrte das Unternehmen an den Kapitalmarkt zurück, um weitere 38 Milliarden Dollar für den Bau von zwei Rechenzentren aufzunehmen. Offenbar reichte die erste Finanzierungsrunde bei weitem nicht aus, um die vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen.

Klage wegen mangelnder Transparenz

Dieses schnelle Nachfassen hat nun juristische Konsequenzen. Anleihegläubiger der ersten Runde haben Klage eingereicht. Ihr zentraler Vorwurf: Oracle habe den massiven, fast unmittelbaren weiteren Kapitalbedarf verschwiegen und damit kritische Informationen vorenthalten. Die Schall Law Firm hat am 14. Januar 2026 eine entsprechende Untersuchung eingeleitet. Wie nervös der Markt ist, zeigt ein Blick auf die Absicherungskosten: Die Preise für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) auf Oracle-Anleihen schossen auf ein Niveau, das zuletzt während der Finanzkrise zu beobachten war.

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Aktie im Abwärtstrend

An der Börse reagierten Anleger prompt auf die Nachrichtenlage. Die Aktie rutschte bereits Mitte der vergangenen Woche deutlich ab und verlor am Mittwoch über vier Prozent, gefolgt von weiteren Verlusten am Donnerstag. Mit einem Schlusskurs von 191,09 USD am Freitag notiert das Papier nun spürbar unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Die Unsicherheit am Markt ist greifbar. Solange die Vorwürfe bezüglich der Transparenz in der Finanzkommunikation im Raum stehen, fehlt Anlegern das nötige Vertrauen für eine schnelle Erholung. Die weitere juristische Aufarbeitung der Finanzierungsrunden wird damit zum bestimmenden Faktor für die kurzfristige Kursentwicklung.

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Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

Mit seiner Expertise unterstützt er Anleger dabei, die Chancen des Kapitalmarkts systematisch und langfristig zu nutzen – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.

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