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Oracle Aktie: Mahnende Stimme?

Trotz eines wichtigen Cloud-Auftrags mit dem britischen Verteidigungsministerium senken mehrere Analysten ihre Kursziele für Oracle. Die Aktie leidet unter Sorgen um hohe Kosten und Verschuldung im KI-Wettbewerb.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Morgan Stanley senkt Kursziel für Oracle-Aktie
  • Wichtiger Cloud-Deal mit britischem Verteidigungsministerium
  • Sorgen um steigende Kosten und Verschuldung dominieren
  • Fokus liegt auf kommenden Quartalszahlen im März

Oracle kann operativ Erfolge vermelden, doch an der Börse kommt davon derzeit wenig an. Trotz eines prestigeträchtigen Cloud-Deals mit dem britischen Verteidigungsministerium dominieren skeptische Analystenstimmen das Bild. Zuletzt kürzte Morgan Stanley das Kursziel – ein weiteres Warnsignal in einem ohnehin schwierigen Jahresauftakt für den Software-Konzern.

Analysten werden vorsichtiger

Am vergangenen Freitag sorgte Morgan Stanley für Ernüchterung unter den Anlegern. Analyst Keith Weiss bestätigte zwar die Einstufung „Equal-Weight“, schraubte jedoch das Kursziel für die Aktie spürbar nach unten. Die Experten begründen diesen Schritt mit einer vorsichtigeren Einschätzung der kurzfristigen Bewertung.

Diese Anpassung ist kein Einzelfall, sondern reiht sich in einen breiteren Trend ein. Bereits Anfang Januar hatten RBC Capital und UBS ihre Preisziele gesenkt. Zwar gibt es mit Häusern wie Jefferies weiterhin klare Befürworter („Buy“-Rating), doch die Häufung der reduzierten Kursziele deutet auf eine Neubewertung der Risiken durch die institutionellen Anleger hin.

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Operative Stärke trifft auf Kostensorgen

Die Zurückhaltung der Finanzwelt steht im Kontrast zu den operativen Nachrichten der letzten Woche. Am 20. Januar verkündete Oracle eine bedeutende Vereinbarung mit dem britischen Verteidigungsministerium. Ziel der Partnerschaft ist die Migration veralteter Systeme in die Oracle Cloud Infrastructure (OCI) sowie die beschleunigte Nutzung von Künstlicher Intelligenz zur Erhöhung der nationalen Sicherheit. Zusätzlich veröffentlichte das Unternehmen am 22. Januar ein umfangreiches Sicherheitsupdate mit 337 Patches, was die kritische Rolle der Oracle-Produkte für die globale IT-Sicherheit unterstreicht.

Dass der Aktienkurs dennoch schwächelt – seit Jahresbeginn steht ein Minus von über 15 Prozent zu Buche – liegt primär an der Kostenseite. Investoren sorgen sich zunehmend um die steigende Verschuldung und die immensen Ausgaben, die der Wettbewerb im KI- und Cloud-Sektor erfordert. Der Markt fragt sich, wie schnell sich diese Milliardeninvestitionen in profitables Wachstum übersetzen lassen.

Blick auf die Quartalszahlen

Für Anleger richtet sich der Fokus nun auf den 9. März 2026. An diesem Datum wird Oracle voraussichtlich die Zahlen für das abgelaufene Quartal präsentieren. Dieser Bericht wird die nächsten harten Fakten zur Entwicklung der Cloud- und KI-Sparten liefern und zeigen müssen, ob die fundamentale Wachstumsstory trotz der aktuellen Korrektur intakt ist.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.