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Symbolbild, KI-generiert

Oracle Aktie: London-Störung überschattet AI-Show

Der Softwarekonzern Oracle startet seine KI-Marketingoffensive, während gleichzeitig technische Probleme in London und hohe Investitionskosten von 50 Milliarden Dollar für die Cloud-Expansion die Investoren verunsichern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Start der KI-Werberoadshow in Amsterdam
  • Technische Störung in der Londoner Cloud-Region
  • Jährliche Investitionen von 50 Milliarden Dollar
  • Kursziel von Morgan Stanley auf 213 Dollar gesenkt

Oracle startet heute in Amsterdam seine „AI World Tour“ – eine Roadshow, mit der der Software-Riese seine Rolle im KI-Geschäft zementieren will. Doch während das Management im RAI Convention Centre seine Cloud-Infrastruktur anpreist, sorgen Berichte über Service-Ausfälle in London für Stirnrunzeln. Und dann ist da noch die Frage der Kapitalkosten: 50 Milliarden Dollar Investitionen pro Jahr sind ein gewaltiger Einsatz.

Wenn die Cloud wackelt

Am Mittwoch meldeten Nutzer der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) in der London-Region Verbindungsprobleme. Laut dem Technologie-Portal The Register traten „502 Bad Gateway“-Fehler auf, die Oracle Fusion-Anwendungen beeinträchtigten. Für sich genommen sind solche Zwischenfälle im Cloud-Geschäft nicht ungewöhnlich – problematisch wird es, wenn ein Unternehmen gleichzeitig seine Infrastruktur als verlässliches Rückgrat für geschäftskritische KI-Workloads vermarktet.

Eine detaillierte Stellungnahme zur Ursache der Störung liegt bislang nicht vor. Investoren dürften sich dennoch fragen: Handelt es sich um einen Einzelfall oder um Kapazitätsengpässe?

Wachstum hat seinen Preis

Der Konflikt, der sich hinter den Kulissen abzeichnet, ist fundamental: Oracle setzt massiv auf den Ausbau seiner Cloud-Kapazitäten, um Entwickler großer Sprachmodelle anzulocken. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (gemeldet im Dezember 2025) legte der Cloud-Umsatz um 34 Prozent zu – eine beeindruckende Zahl.

Die Kehrseite: Die Investitionsausgaben steigen auf voraussichtlich 50 Milliarden Dollar für das laufende Geschäftsjahr. Diese GPU-Cluster und Hochleistungsverbindungen verschlingen Kapital. Der Free Cashflow, traditionell eine Stärke von Oracle, gerät dadurch vorübergehend unter Druck.

Morgan Stanley reagierte diese Woche mit einer Kurszielkürzung auf 213 Dollar. Die Botschaft: Das Umsatzwachstum ist da, aber die Rentabilität muss Schritt halten.

Was jetzt zählt

Am 15. März folgen die Zahlen für das dritte Fiskalquartal. Bis dahin wird entscheidend sein, ob Oracle aus der Amsterdam-Tour konkrete Vertragsabschlüsse mit europäischen Großkunden vorweisen kann – und ob die verbleibenden Auftragsbücher (Remaining Performance Obligations) das milliardenschwere Investitionsprogramm rechtfertigen.

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