Oracle hat Anfang Februar ein Finanzierungspaket zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar angekündigt – gedacht für den massiven Ausbau von KI-Rechenzentren. Doch während Anleihegläubiger aufatmen, wächst bei Aktionären die Sorge vor Verwässerung und zu großer Abhängigkeit von einzelnen Cloud-Kunden wie OpenAI.
Finanzierung spaltet Investoren
Am 1. Februar 2026 kündigte Oracle offiziell an, in diesem Kalenderjahr bis zu 50 Milliarden Dollar aufzunehmen. Das Geld soll in zusätzliche Rechenzentrumskapazität fließen, um bestehende Verträge mit AMD, Meta, Nvidia, OpenAI, TikTok und xAI zu bedienen. Die Finanzierung erfolgt über eine Mischung aus Fremd- und Eigenkapital: 25 Milliarden Dollar hat Oracle bereits am 2. Februar über eine Anleihe-Emission eingesammelt, die laut Bloomberg auf Rekordnachfrage stieß. Weitere 20 Milliarden Dollar sollen über den Verkauf neuer Aktien sowie Wandelvorzugsaktien aufgebracht werden.
Während die Kreditseite positiv reagierte – die fünfjährigen Credit Default Swaps fielen um 17 Prozent – zeigen sich Aktionäre weniger begeistert. Die geplanten Aktienverkäufe werfen Verwässerungsängste auf. UBS-Analysten warnten in einer Notiz, dass diese Maßnahmen „nicht bei allen Aktionären auf Gegenliebe stoßen dürften“.
OpenAI-Risiko im Fokus
Ein wesentlicher Teil der Nervosität dreht sich um Oracles Engagement bei OpenAI. Laut Fortune entfällt ein erheblicher Anteil der Rechenzentren, die Oracle baut, auf das private KI-Unternehmen. Analysten von D.A. Davidson schätzen, dass mindestens 300 Milliarden Dollar der noch offenen Leistungsverpflichtungen auf OpenAI entfallen. Die Financial Times berichtete zudem, dass Banken neue Käufer für Kredite im Zusammenhang mit Oracle-Rechenzentren suchen – ein Zeichen dafür, dass die schiere Größe der Projekte herkömmliche Finanzierungsquellen übersteigt.
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Zusätzlich belastet eine Sammelklage von Anleihegläubigern, die Oracle am 14. Januar 2026 in Manhattan eingereicht wurde. Der Vorwurf: Oracle habe beim Verkauf von Anleihen im Volumen von 18 Milliarden Dollar im September 2025 verschwiegen, dass deutlich höherer Finanzierungsbedarf besteht.
Analysten gespalten
Morgan Stanley senkte das Kursziel von 320 auf 213 Dollar. Analyst Keith Weiss mahnte, Oracles KI-Expansion lasse „wenig Raum für Fehler“. Auch UBS und RBC Capital reduzierten ihre Kursziele Anfang Januar. Bank of America Research sieht hingegen die Transparenz bei der Finanzierung positiv und argumentiert, dass dies die Versorgungsrisiken mit Hyperscalern reduziere.
Am 9. März 2026 stehen die nächsten Quartalszahlen an. Bis dahin dürfte die Aktie zwischen Verwässerungssorgen und der Hoffnung auf Klarheit über die tatsächliche Nachfrage schwanken.
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