Die Zweifel, ob Oracle seine massiven Investitionen in KI-Infrastruktur wirklich in Umsatz ummünzen kann, sind nach den gestrigen Quartalszahlen weitgehend verstummt. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen der Analysten auf ganzer Linie – und der Markt dürfte das heute honorieren.
Zahlen, die sich gewaschen haben
Im dritten Geschäftsquartal steigerte Oracle seinen Gesamtumsatz um 18 Prozent auf 17,19 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich 16,92 Milliarden Dollar auf dem Zettel. Besonders eindrucksvoll: Das Cloud-Geschäft legte um 44 Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar zu, während der Bereich Cloud-Infrastruktur mit einem Plus von 84 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar regelrecht nach oben schoss.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie lieferte Oracle 1,79 Dollar – gegenüber den erwarteten 1,70 Dollar ein klares Ausrufezeichen. Der Nettogewinn kletterte von 2,94 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf 3,72 Milliarden Dollar.
Prognose deutlich angehoben
Was Investoren zusätzlich aufhorchen lässt: Oracle hebt die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 90 Milliarden Dollar an. Für das laufende vierte Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 18 bis 20 Prozent sowie einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,92 und 1,96 Dollar.
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Zugleich signalisierte Oracle, dass die Nachfrage nach KI-Cloud-Kapazitäten das verfügbare Angebot weiterhin deutlich übersteigt. Einige der größten Abnehmer hätten zuletzt ihre Finanzkraft gestärkt – ein indirekter Hinweis darauf, dass weitere Großaufträge in der Pipeline sein könnten.
Schlankeres Team, mehr Output
Bemerkenswert ist eine strukturelle Maßnahme im Hintergrund: Oracle hat seine Produktentwicklungsteams gezielt verkleinert, weil effizientere KI-Modelle es ermöglichen, mit weniger Personal mehr Software zu entwickeln. Das dürfte mittelfristig die Margen stützen – und zeigt, dass das Unternehmen den KI-Einsatz nicht nur im Angebot, sondern auch intern konsequent vorantreibt.
Für den DAX und die breiteren Märkte kommen die Oracle-Zahlen zur rechten Zeit. Der zuletzt aufgebaute Verkaufsdruck im KI-Sektor dürfte sich damit zumindest teilweise entladen. Ein Grund zur Euphorie ist das allerdings noch nicht – zu viele Unsicherheiten rund um den Iran-Konflikt und die heutigen US-Verbraucherpreisdaten halten die Stimmung insgesamt gedämpft.
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