Oracle sichert sich am Donnerstag einen millionenschweren Auftrag der U.S. Air Force und treibt gleichzeitig die KI-Expansion voran. Während ein 88 Millionen Dollar schwerer Cloud-Vertrag mit dem Militär für Schlagzeilen sorgt, kündigt der Konzern neue KI-Agenten für NetSuite und das Gesundheitswesen an. Gleichzeitig wird bekannt, dass Oracle 2026 bis zu 50 Milliarden Dollar Kapital aufnehmen will, um die Cloud-Infrastruktur massiv auszubauen.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
* Militärauftrag über 88 Millionen Dollar für Cloud-Dienste bis 2028
* Neue KI-Tools für NetSuite und britisches Gesundheitssystem
* Geplante Kapitalerhöhung von 45-50 Milliarden Dollar zur Infrastruktur-Expansion
* Aktienkurs handelt aktuell bei 155-157 Dollar, deutlich unter Jahreshochs
Militärauftrag für hochsensible Daten
Die U.S. Air Force beauftragt Oracle im Rahmen des „Cloud One“-Programms mit der Bereitstellung von Cloud-Infrastrukturdiensten. Der bis 7. Dezember 2028 laufende Vertrag umfasst die Verarbeitung hochklassifizierter Daten, darunter Top Secret/SCI und Special Access Programs. Kernstück der Lösung ist die „Oracle AI Database 26ai“, die sichere KI-Workflows für militärische Anwendungen ermöglichen soll.
Der Auftrag reiht sich in den Wettbewerb um staatliche Cloud-Budgets ein. Im Januar hatte Konkurrent AWS einen deutlich größeren Vertrag über 581 Millionen Dollar erhalten. Die Arbeiten werden ausschließlich in Oracle-Einrichtungen auf US-Boden durchgeführt.
KI-Ausbau bei NetSuite und im Gesundheitswesen
Parallel zum Regierungsauftrag erweitert Oracle sein kommerzielles KI-Angebot. Die Tochter NetSuite stellt die „NetSuite Integration Platform“ bereit – eine Low-Code-Lösung zur Automatisierung von Workflows zwischen NetSuite und Drittsystemen wie CRM, HR oder Supply-Chain-Software. Neue Finanztools wie der „Intelligent Close Manager“ sollen Periodenabschlüsse beschleunigen.
Im britischen Gesundheitssektor führt Oracle Health den „Clinical AI Agent“ offiziell ein. Nach erfolgreichen Pilotprojekten bei NHS Trusts wie dem Imperial College Healthcare ist das Tool nun allgemein verfügbar. Laut Oracle reduziert der KI-Agent die Dokumentationszeit des medizinischen Personals um rund 40 Prozent. Der Rollout ist Teil einer angekündigten Investition von fünf Milliarden Dollar in britische Cloud-Dienste bis 2031.
Massive Kapitalaufnahme für Infrastruktur-Wachstum
Hintergrund der Expansionsstrategie ist ein enormer Kapitalbedarf. Oracle plant, im Kalenderjahr 2026 zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar aufzunehmen. Die Mittel sollen den Ausbau der Cloud-Infrastruktur finanzieren, um die hohe Nachfrage nach KI-Workloads von Großkunden wie OpenAI, NVIDIA und Meta zu bedienen.
Die Finanzierung soll durch eine Kombination aus Anleiheemissionen und einem Eigenkapitalprogramm von bis zu 20 Milliarden Dollar erfolgen. Zu den geplanten Projekten zählt ein Rechenzentrum in Abilene, Texas, mit einer Fläche von über 370.000 Quadratmetern.
Analystenstimmen und Kursentwicklung
Die Aktie notiert heute im Bereich von 155 bis 157 Dollar und damit deutlich unter den Jahreshochs. Scotiabank passte Anfang Februar das Kursziel von 260 auf 220 Dollar an, bekräftigte jedoch das Rating „Sector Outperform“. Der Analystenkonsens liegt weiterhin deutlich über dem aktuellen Handelsniveau, was auf Vertrauen in die Cloud-Transformation hindeutet.
Die Investoren wägen derzeit langfristige Umsatzchancen aus KI-Verträgen gegen die Kosten der Infrastruktur-Expansion ab. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob sich die milliardenschwere Investitionsoffensive in messbarem Geschäftswachstum niederschlägt.
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