Oracle hat am Freitag einen schweren Stand an der Börse gehabt. Im Mittelpunkt stehen die massiven Kosten der KI-Strategie und Fragen zur Transparenz bei der Schuldenfinanzierung. Eine kritische Analystenstudie und die Ankündigung einer Anwaltskanzlei, mögliche Ansprüche von Anleihekäufern zu prüfen, setzten die Aktie unter Druck.
Analystenwarnungen treffen auf Schuldensorgen
Den Auftakt machte Morgan Stanley. Die Investmentbank bestätigte zwar ihr „Equal-weight“-Rating, warnte aber eindringlich vor den finanziellen Folgen von Oracles massivem Ausbau der KI-Infrastruktur. Die Analysten rechnen bis 2028 mit deutlich höheren Investitionen als bisher erwartet – kumuliert bis zu 275 Milliarden Dollar an Kapitalausgaben zwischen den Geschäftsjahren 2026 und 2028. Der Konsens lag bisher bei lediglich 189 Milliarden Dollar. Diese Diskrepanz birgt Risiken für die Gewinnziele je Aktie.
Zeitgleich kündigte die Kanzlei Bronstein, Gewirtz & Grossman eine Untersuchung im Auftrag von Oracle-Anleihekäufern an. Der Vorwurf: Oracle habe das Ausmaß der Schulden, die für den Rechenzentrumsausbau im Zuge großer KI-Verträge nötig sind, nicht vollständig offengelegt. Berichte über nachlassende Investorennachfrage bei Anleihen, die mit Oracles Rechenzentren verknüpft sind, verschärften die Bedenken zusätzlich.
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TikTok-Deal als Lichtblick
Nicht alles ist negativ. Oracle sicherte sich die Rolle als „Trusted Technology Partner“ für die neu gegründete US-Einheit von TikTok. Der Kurzvideo-Dienst wird damit langfristig wichtiger Großkunde der Oracle Cloud Infrastructure (OCI). Für Oracle ist das ein strategischer Erfolg, der die milliardenschweren Investitionen in Rechenzentren zumindest teilweise rechtfertigt.
Daneben veröffentlichte das Unternehmen diese Woche wie geplant sein Critical Patch Update für Januar 2026 mit 337 Sicherheitspatches über mehr als 30 Produktfamilien hinweg.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Die zentrale Frage bleibt: Kann Oracle die Kosten stemmen, ohne die Profitabilität zu gefährden? Die Antwort dürfte das Unternehmen mit den Zahlen zum dritten Geschäftsquartal 2026 liefern. Investoren warten auf konkrete Aussagen zu Kapitalausgaben, OCI-Wachstum und zur Finanzierungsstrategie. Trotz der aktuellen Schwäche bewerten die meisten Wall-Street-Analysten die Aktie weiterhin mit „Buy“ oder „Moderate Buy“ – der Glaube an das langfristige Potenzial ist also intakt.
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