Oracle treibt den Ausbau seiner KI- und Cloud-Infrastruktur mit einem umfangreichen Standortausbau in Nashville weiter voran. Gleichzeitig sieht sich der Softwarekonzern mit einer neuen juristischen Untersuchung konfrontiert, die ausgerechnet die Finanzierung dieses Wachstums ins Visier nimmt. Eine US-Kanzlei prüft derzeit die Ausgabe von Milliardenanleihen. Im Raum steht der Verdacht auf verschwiegene Informationen zum tatsächlichen Schuldenbedarf.
Ausbau für den Cloud-Boom
Um die rasant steigende Nachfrage zu bedienen, mietet der Konzern in Nashville neue Büroflächen an und stockt die Kapazität auf rund 2.000 Arbeitsplätze auf. Hier sollen künftig vor allem Teams für Cloud-Engineering und künstliche Intelligenz arbeiten. Dieser physische Ausbau ist eine direkte Folge der starken operativen Entwicklung. Im dritten Geschäftsquartal 2026 vervierfachte sich der Auftragsbestand auf 553 Milliarden US-Dollar. Das Management hob daraufhin die Umsatzprognose für das kommende Jahr direkt um eine Milliarde an.
Juristischer Ärger um Milliardenanleihen
Genau diese aggressive Wachstumsstrategie ruft nun Anlegerschützer auf den Plan. Die US-Kanzlei Schall Law Firm untersucht mögliche Verstöße gegen das Wertpapierrecht im Zusammenhang mit Anleiheemissionen aus den Jahren 2024 und 2025. Der Vorwurf lautet, Oracle habe Investoren nicht ausreichend darüber informiert, wie viel neues Fremdkapital für den Aufbau der KI-Infrastruktur tatsächlich erforderlich sein würde.
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Die Dimensionen der Finanzierung sind gewaltig. Allein im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres kletterten die Gesamtverbindlichkeiten auf über 108 Milliarden US-Dollar. Die Ratingagentur Moody’s stuft Oracle mittlerweile nur noch zwei Stufen über dem sogenannten Ramschniveau ein – eine deutlich schwächere Bewertung als bei Konkurrenten wie Microsoft oder Alphabet.
An der Börse hinterlässt der Mix aus hohen Investitionskosten und wachsendem Schuldenberg bereits tiefe Spuren. Mit einem aktuellen Kurs von 122,34 Euro notiert das Papier mehr als 56 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen September. Sollten sich die Vorwürfe der Anlegerschützer erhärten und in einer Sammelklage münden, drohen dem Konzern langwierige juristische Auseinandersetzungen. Diese rechtlichen Risiken stellen eine direkte finanzielle Bedrohung dar, die unabhängig vom starken operativen Geschäft als Bremsklotz auf dem Aktienkurs lasten wird.
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