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Symbolbild, KI-generiert

Oracle Aktie: Ellison stockt Kredit-Sicherheiten auf

Ellison nutzt inzwischen rund 36 Prozent seiner Oracle-Beteiligung als Kreditsicherheit; die Unternehmensanleihen rentieren zuletzt über acht Prozent.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verpfändete Aktien stiegen binnen Jahresfrist um 19 Prozent
  • Rund 36 Prozent seiner Beteiligung dienen als Kreditsicherheit
  • Paramount-Übernahme für rund 111 Milliarden Dollar geplant
  • Oracle-Anleihe rentierte zuletzt über acht Prozent

Während der Kreditmarkt bei Oracle bereits Alarmsignale sendet, greift Mitgründer Larry Ellison tiefer in seine eigene Aktientasche. Er hat zusätzliche Oracle-Aktien im Wert von 9,2 Milliarden Dollar als Sicherheit für Privatkredite verpfändet — ein Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Papiere dienen offenbar auch der Finanzierung eines ganz anderen Milliardendeals.

Fast ein Drittel der Beteiligung verpfändet

Laut einer am Freitag veröffentlichten Proxy-Mitteilung hält der 82-jährige Ellison rund 1,16 Milliarden Oracle-Aktien. Inzwischen dient etwa 36 Prozent dieses Bestands als Kreditsicherheit. Oracle untersagt Vorständen und Direktoren solche Pfandgeschäfte grundsätzlich — mit einer Ausnahme für Ellison, der als Executive Chair und Chief Technology Officer fungiert.

Der Hintergrund der Aufstockung liegt außerhalb des Kerngeschäfts: Ellison unterstützt seinen Sohn David bei der Finanzierung von Paramount Skydance, das Warner Bros. Discovery für rund 111 Milliarden Dollar übernehmen will.

Die Familie hat dafür eine milliardenschwere Eigenkapitalfinanzierung zugesagt, ein erheblicher Teil davon stammt von Staatsfonds aus dem Nahen Osten. Der Deal ist zuletzt vorangekommen, nachdem sich Paramount mit zwölf Generalstaatsanwälten und der Writers Guild auf eine Einigung verständigt hat, die eine Klage gegen die Fusion beendete.

Bemerkenswert: Erst vor wenigen Wochen hatte Ellison Pläne für einen Verkauf von bis zu 7,5 Milliarden Dollar Oracle-Aktien bekanntgegeben — und diese kurz darauf wieder kassiert. Die jetzige Pfandaufstockung wirkt wie die alternative Lösung, um an Kapital zu kommen, ohne Aktien tatsächlich verkaufen zu müssen.

Zeitlicher Zusammenfall mit Kreditmarkt-Nervosität

Die Nachricht erreicht Anleger zu einem Zeitpunkt, in dem Oracles Kreditausfallversicherungen bereits Rekordniveaus erreicht haben. Auslöser war eine Force-Majeure-Mitteilung zum Rechenzentrumsprojekt Jupiter in New Mexico, die Zweifel an der Finanzierbarkeit des milliardenschweren KI-Ausbaus geweckt hatte.

Eine Oracle-Anleihe mit Laufzeit bis 2056 rentierte zuletzt über acht Prozent — mehr als vergleichbare Ramschanleihen, obwohl Oracle formal noch im Investment-Grade-Bereich steht.

Ellisons Aktien dienen also gleichzeitig als Sicherheit für seine privaten Mediengeschäfte, während die Bonität des Unternehmens selbst am Kreditmarkt kritisch beäugt wird. Ob diese Verpfändung bei einer möglichen Herabstufung Oracles zusätzlichen Druck auf den Aktienkurs erzeugen könnte, dürfte sich zeigen, sobald weitere Details zur Kreditbesicherung öffentlich werden.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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