Oracles wichtigstes internationales KI-Projekt ist zum geopolitischen Ziel geworden. Die Iranischen Revolutionsgarden veröffentlichten am 5. April ein Video, in dem sie das Stargate-Rechenzentrum in Abu Dhabi explizit als legitimes Angriffsziel bezeichneten — per Satellitenaufnahme identifiziert und namentlich markiert.
Ein 30-Milliarden-Projekt unter Beschuss
Das Stargate-Projekt ist ein Joint Venture von Oracle, OpenAI, Nvidia, Cisco und SoftBank mit einem Investitionsvolumen von 30 Milliarden US-Dollar. Geplant ist ein 1-Gigawatt-Cluster als Teil eines größeren 5-Gigawatt-Campus, dessen erste Phase noch 2026 in Betrieb gehen soll. Die IRGC listete die Anlage gemeinsam mit 17 weiteren US-Technologieunternehmen als Ziel auf — eine Eskalation, die nicht aus dem Nichts kommt. Im März 2026 hatten Drohnenangriffe bereits die Cloud-Infrastruktur in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain empfindlich getroffen.
Reicht die physische Bedrohung von Rechenzentren aus, um die Bewertungslogik für KI-Infrastruktur grundsätzlich neu zu kalibrieren? Die Märkte haben diese Frage bislang nicht eindeutig beantwortet. Seit Jahresbeginn verlor die Oracle-Aktie rund 25 Prozent, was sowohl die allgemeine Tech-Volatilität als auch die wachsende regionale Unsicherheit widerspiegelt.
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Starke Zahlen als Gegengewicht
Auf der operativen Seite liefert Oracle weiterhin solide Ergebnisse. Der jüngste Quartalsbericht wies einen Umsatz von 17,19 Milliarden US-Dollar aus — ein Plus von 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,79 US-Dollar und übertraf damit den Analystenkonsens von 1,71 US-Dollar. Die Cloud-Sparte bleibt der zentrale Wachstumstreiber, gestützt durch anhaltend hohe Nachfrage nach KI-integrierten Datenbankdiensten.
Institutionelle Investoren zeigen sich trotz der Unsicherheiten nicht abgeneigt: Mitsubishi UFJ Trust & Banking Corp erhöhte seine Position im ersten Quartal 2026 um 0,6 Prozent auf einen Wert von rund 163 Millionen US-Dollar.
Dividende mit konkretem Termin
Für Aktionäre steht kurzfristig die Dividendenzahlung im Fokus. Oracle schüttet 0,50 US-Dollar je Aktie aus, was einer Jahresrendite von rund 1,37 Prozent entspricht. Stichtag für den Dividendenanspruch ist der 9. April 2026, die Auszahlung folgt am 24. April. Das Cloud-Geschäft liefert die finanzielle Basis dafür — die Frage, wie lange geopolitische Risiken in volatilen Regionen ohne Aufschlag auf die Bewertung eingepreist bleiben, stellt sich mit jedem weiteren Eskalationsschritt neu.
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