Oracle steht unter Druck. Nach einer Serie von Kursverlusten in dieser Woche fragen sich Investoren, ob die milliardenschwere KI-Offensive des Cloud-Konzerns zu teuer erkauft ist. Klagen wegen unzureichender Kommunikation und die enorme Schuldenlast werfen Schatten auf die Wachstumsstory.
Finanzierungsprobleme rücken in den Fokus
Die Sorgen der Anleger konzentrieren sich auf die Finanzierung von Oracles massivem Ausbau der Cloud-Infrastruktur. Mehrere Sammelklagen wegen Wertpapierbetrugs belasten das Unternehmen. Die Vorwürfe: Oracle habe Informationen über KI-bezogene Investitionen, Schulden und die damit verbundenen Finanzierungsrisiken nicht ausreichend offengelegt.
Ein Rückschlag im Dezember 2025 verschärfte die Lage, als sich Blue Owl Capital aus einem wichtigen Rechenzentren-Finanzierungsprojekt zurückzog – aus Sorge über Oracles Ausgaben und Verschuldung. Um den Expansionskurs zu stemmen, kündigte Oracle Anfang Februar 2026 eine Kapitalerhöhung über Fremd- und Eigenkapital an.
Analysten sehen Kaufchance
Technisch zeigt sich die Schwäche deutlich: Die Aktie notiert unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Am Freitag, den 27. Februar, gab der Titel erneut nach.
Doch nicht alle sehen schwarz. Oppenheimer stufte die Aktie am 25. Februar auf „Outperform“ hoch. Die Begründung: langfristiges Gewinnwachstum durch Oracles Investitionen in Cloud und KI. Nach dem deutlichen Bewertungsrückgang seit September sei das Chancen-Risiko-Verhältnis attraktiver geworden. Die Risiken rund um Finanzierung und Umsetzung würden nach der Kapitalerhöhung allmählich abnehmen.
Hochrisiko-Transformation
Der Markt beobachtet genau, wie Oracle den Spagat zwischen hohen Investitionen und profitablem Wachstum meistern will. Der Umbau zu einem kapitalintensiveren Geschäftsmodell für KI- und Cloud-Services verläuft steiniger als erhofft. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die milliardenschweren Wetten auszahlen.
Stand heute, 26. Oktober: Oracle – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Oracle investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 26. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
