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Oracle Aktie: Beste Woche seit 26 Jahren!

Oracle verzeichnet die stärkste Wochenperformance seit 26 Jahren, angetrieben durch KI-Expansionen, eine neue AWS-Partnerschaft und überraschend starke Quartalszahlen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Stärkste Wochenperformance seit dem Dotcom-Boom
  • Neue Multi-Cloud-Partnerschaft mit Amazon AWS
  • KI-Infrastrukturumsatz wächst um 84 Prozent
  • Rekord-Auftragsbestand von 553 Milliarden Dollar

Oracle hat gerade eine Woche hinter sich, die selbst hartgesottene Marktbeobachter überrascht. Seit 1999 — dem Höhepunkt des Dotcom-Booms — hat die Aktie keine vergleichbare Wochenperformance mehr hingelegt. Der Auslöser: eine Kette aus KI-Ankündigungen, einem neuen Hyperscaler-Deal und starken Fundamentaldaten.

AWS-Anbindung schließt den Hyperscaler-Kreis

Am 16. April gab Oracle bekannt, seine Multicloud-Netzwerkkapazitäten gemeinsam mit Amazon Web Services auszubauen. Über eine direkte Verbindung zwischen Oracle Interconnect und AWS Interconnect erhalten Unternehmenskunden künftig eine private, verwaltete Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Oracle Cloud Infrastructure und AWS — ohne eigene physische Netzwerkinfrastruktur aufbauen zu müssen. Der Start ist für später in diesem Jahr in der AWS-Region US East (N. Virginia) geplant.

Für Oracle ist das mehr als ein technisches Update. Das Unternehmen ist damit bei allen drei großen Hyperscalern integriert — Microsoft Azure und Google Cloud eingeschlossen. Diese Positionierung als neutraler Multi-Cloud-Anbieter wird zum zentralen Verkaufsargument gegenüber Unternehmenskunden, die ihre KI-Infrastruktur modernisieren wollen.

Wochenrally auf dem Fundament echter Zahlen

Die Kursreaktion war bemerkenswert. Am Donnerstag legte die Aktie vorbörslich über vier Prozent zu. Auf Wochensicht steht ein Plus von rund 11,5 Prozent — der Schlusskurs lag zuletzt bei 147,50 Euro. Damit notiert die Aktie deutlich über ihrem 50-Tage-Durchschnitt, bleibt aber noch weit vom 52-Wochen-Hoch bei 280,70 Euro entfernt.

Den Anstoß zur Rally gaben KI-Meldungen Mitte der Woche: Am 13. April sorgten Ankündigungen rund um KI-gestützte Versorgungsplattformen für ein Tagesplus von über zwölf Prozent, einen Tag später folgten weitere KI-Expansionen im Firmenkundengeschäft mit einem Aufschlag von fast fünf Prozent.

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Das operative Fundament stützt die Euphorie. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Oracle einen Umsatz von 17,19 Milliarden Dollar — erstmals seit mehr als 15 Jahren wuchsen organischer Gesamtumsatz und bereinigtes Ergebnis je Aktie gleichzeitig um mindestens 20 Prozent. Der Cloud-Infrastrukturumsatz sprang um 84 Prozent auf knapp 4,9 Milliarden Dollar. Der Auftragsbestand liegt bei 553 Milliarden Dollar, darunter Großverträge mit OpenAI, Meta und xAI — ein Wert, der sich gegenüber dem Vorjahr mehr als vervierfacht hat.

Schulden und Stellenabbau als Gegengewicht

Das Bild hat Schattenseiten. Oracle trägt langfristige Verbindlichkeiten von über 124 Milliarden Dollar und baut gleichzeitig zwischen 20.000 und 30.000 Stellen ab, um Ressourcen in Richtung KI umzuschichten. Die Investitionsausgaben für das laufende Geschäftsjahr werden auf rund 50 Milliarden Dollar geschätzt — das drückt den freien Cashflow ins Negative und macht den Kurs anfällig für steigende Zinsen oder eine nachlassende Nachfrage nach KI-Infrastruktur.

Analysten sehen das Kurspotenzial trotzdem mehrheitlich positiv: 34 von 35 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 243,87 Dollar. Ob Oracle die Umsatzprognose von 90 Milliarden Dollar für das Geschäftsjahr 2027 erreicht, wird der nächste Lackmustest sein — und dürfte die Richtung für den Rest des Jahres vorgeben.

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