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Oracle Aktie: Analysten uneins

Die Oracle-Aktie bewegt sich nach einer deutlichen Korrektur. Während UBS das Kursziel senkt und vor Abhängigkeit von OpenAI warnt, hält Jefferies an einem optimistischen Kursziel fest und sieht Chancen im KI-Ausbau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • UBS senkt Kursziel und warnt vor OpenAI-Risiken
  • Jefferies hält an Kursziel von 400 Dollar fest
  • Oracle baut KI-Rechenzentren aggressiv aus
  • TikTok-Deal sichert stabile Cloud-Einnahmen

Oracle steht im Januar 2026 vor einem ungewöhnlichen Problem: Während die einen von Kursen über 400 Dollar träumen, warnen andere vor Risiken rund um den wichtigsten KI-Partner OpenAI. Nach einer 40-prozentigen Korrektur seit September pendelt die Aktie nun zwischen 192 und 196 Dollar – und die Wall Street ist gespalten wie selten zuvor.

UBS senkt Kursziel deutlich

Am Montag reduzierte UBS sein Kursziel für Oracle von 325 auf 280 Dollar. Die Begründung: zu starke Abhängigkeit von OpenAI. Die Analysten warnen vor Ausführungsrisiken, sollte der KI-Partner seine ambitionierten Umsatzziele von 200 Milliarden Dollar bis 2030 verfehlen. Auch die schwächelnde Nutzerwachstumsrate von ChatGPT und zunehmende Konkurrenz durch Google Gemini bereiten Sorgen.

Dennoch bleibt UBS bei „Buy“. Die Bank argumentiert, dass die aktuellen Kreditrisiken bereits eingepreist seien und sich die OpenAI-Skepsis in der ersten Jahreshälfte 2026 wieder auflösen könnte.

Jefferies hält an 400 Dollar fest

Einen völlig anderen Standpunkt vertritt Jefferies. Die Investmentbank bekräftigte ihr Kursziel von 400 Dollar – mehr als eine Kursverdopplung vom aktuellen Niveau. Die Analysten sehen in der jüngsten Schwäche eine Kaufgelegenheit. Ihr Hauptargument: Oracle rollt derzeit aggressiv neue Rechenzentren aus, um die explodierende Nachfrage nach KI-Rechenleistung zu bedienen. Dieser strategische Vorteil werde vom Markt unterschätzt.

Die 523 Milliarden Dollar an Auftragsbeständen sprechen für Jefferies‘ Sichtweise. Entscheidend sei nun, wie schnell Oracle diese in Umsatz umwandeln kann.

Gerüchte um Milliarden-Investment

Zusätzliche Volatilität brachten Spekulationen über eine geplante Infrastruktur-Partnerschaft. Berichten zufolge sollte Blue Owl Capital eine 10-Milliarden-Dollar-Investition in ein KI-Rechenzentrum in Michigan zurückziehen. Oracle dementierte dies umgehend und bekräftigte seine Ausbaupläne.

Der Vorfall zeigt, wie nervös Investoren derzeit auf jede Nachricht rund um Kapitalausgaben und Finanzierung reagieren.

TikTok-Deal als Stabilitätsanker

Abseits der OpenAI-Debatte sicherte sich Oracle kürzlich erneut den Auftrag, TikToks US-Geschäft zu managen. Diese kommerzielle Verankerung garantiert stabile Cloud-Einnahmen – unabhängig von regulatorischen Unwägbarkeiten.

Der Fokus für 2026 liegt nun auf der Umsetzung: Kann Oracle seine Rechenzentren schnell genug hochfahren, um den Auftragsbestand abzuarbeiten? Die Geschwindigkeit des Kapazitätsausbaus, etwa am Standort Abilene, wird darüber entscheiden, ob die Aktie zu alter Stärke zurückfindet oder weiter konsolidiert.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.