Oracle hat an der Börse zuletzt deutlich an Boden verloren. Nach einer spürbaren Korrektur von den Höchstständen des Jahres 2025 kämpft die Aktie aktuell um eine Stabilisierung. Während Anleger gespannt auf den nahenden Dividenden-Stichtag blicken, sorgt eine neue Einschätzung der Großbank UBS für Gesprächsstoff: Bietet der Rücksetzer eine günstige Gelegenheit zum Einstieg oder überwiegen die Risiken der teuren KI-Offensive?
Dividende und Analysten-Update
Kurzfristig steht der kommende Freitag, der 9. Januar 2026, im Kalender der Anleger. An diesem Tag wird die Oracle-Aktie ex-Dividende gehandelt. Aktionäre, die bis zum Börsenschluss investiert sind, erhalten die Quartalsdividende von 0,50 USD je Anteilsschein. Doch wichtiger als die laufende Verzinsung ist für den Markt derzeit die Bewertungssituation nach dem jüngsten Kursrutsch auf das Niveau von rund 193,75 USD.
Hier sorgte die UBS zu Wochenbeginn für eine differenzierte Betrachtung. Die Analysten senkten zwar ihr Kursziel von 325 auf 280 USD, hielten jedoch an ihrer Kaufempfehlung („Buy“) fest. Ihre Begründung: Der Kursrückgang habe die Bewertung auf ein attraktives Niveau gedrückt. Die Bank rechnet damit, dass sich das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2026 wieder beschleunigt, sobald Kapazitätsengpässe behoben sind und die Partnerschaft mit OpenAI greifbare Ergebnisse liefert.
Diesem Optimismus steht die vorsichtigere Haltung von RBC Capital Markets gegenüber. Die Experten dort hatten ihr Ziel bereits im Dezember auf 250 USD gesenkt und verweisen auf die enormen Kapitalausgaben, die auf den Margen lasten.
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Infrastruktur-Ausbau belastet Cashflow
Der Hauptgrund für die Zurückhaltung am Markt sind die aggressiven Investitionspläne des Unternehmens. Für das Geschäftsjahr 2026 hat Oracle fast 50 Milliarden USD für den Ausbau der Cloud-Infrastruktur veranschlagt, um Großaufträge wie den von OpenAI bedienen zu können.
Zwar unterstreichen diese Ausgaben die technologische Wettbewerbsfähigkeit, sie führen jedoch zu einer zeitlichen Diskrepanz: Die Kosten für Rechenzentren fallen sofort an, während die Umsätze erst verzögert realisiert werden. Investoren prüfen derzeit kritisch, ob diese massiven Ausgaben in einem Umfeld hoher Zinsen ausreichend schnell Rendite abwerfen.
Wichtige Marken im Chart
Aus technischer Sicht befindet sich die Oracle-Aktie in einer kritischen Zone. Der Bereich zwischen 190 und 195 USD fungiert als wichtige Unterstützung. Sollte diese Marke nicht halten, drohen weitere Abgaben in Richtung 175 USD. Ein Verteidigen dieses Niveaus über den Dividenden-Termin hinaus könnte hingegen den Beginn einer Bodenbildung markieren. Fundamentale Klarheit über die Margenentwicklung und den Auftragsbestand dürften erst die nächsten Quartalszahlen bringen, die voraussichtlich Mitte März 2026 veröffentlicht werden.
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