Oracle und Amazon beenden eine jahrelange Rivalität. Die beiden Tech-Giganten verknüpfen ihre Cloud-Plattformen direkt miteinander. Für Unternehmenskunden löst dieser Schritt ein massives Infrastrukturproblem. An der Börse sorgt die Nachricht für spürbaren Rückenwind.
Das Ende der Daten-Schwerkraft
Bisher verschlangen Datenübertragungen zwischen verschiedenen Cloud-Anbietern viel Geld und Zeit. Firmen bauten komplexe Netzwerke, um Informationen auszutauschen. Die Folge: Daten blieben oft auf einer Plattform gefangen.
Die neue Partnerschaft beendet dieses Problem. Oracle Cloud Infrastructure und Amazon Web Services erhalten eine direkte Hochgeschwindigkeitsverbindung. Diese umgeht das öffentliche Internet komplett. Nutzer profitieren von Bandbreiten bis zu 100 Gigabit pro Sekunde. Auf der Oracle-Seite fallen dabei keine Transfergebühren an.
KI-Modelle ohne Latenz
Moderne Anwendungen für Künstliche Intelligenz erfordern oft geteilte Architekturen. Ein Unternehmen nutzt beispielsweise eine leistungsstarke Oracle-Datenbank. Parallel dazu trainiert es KI-Modelle über AWS SageMaker. Ohne eine schnelle Brücke leiden solche Systeme unter extremen Verzögerungen.
Die neue Verbindung beseitigt diesen Flaschenhals. Die Integration startet noch in diesem Jahr. Zunächst wird die Funktion in der AWS-Region Nord-Virginia freigeschaltet. Damit schließt Oracle die letzte große Lücke. Zuvor hatte der Konzern bereits ähnliche Brücken zu Google Cloud und Microsoft Azure gebaut.
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Starkes Wachstum, hohe Schulden
Operativ läuft es für Oracle rund. Im abgelaufenen Quartal kletterten die Cloud-Umsätze um 44 Prozent. Das Management hob die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 90 Milliarden Dollar an.
Der Ausbau der KI-Infrastruktur hat allerdings seinen Preis. Die massiven Investitionen treiben den Schuldenberg auf über 124 Milliarden Dollar. Anleger blenden dieses Risiko aktuell aus. Die Oracle-Aktie klettert am Donnerstag um 3,82 Prozent auf 150,14 Euro.
Auf Wochensicht verzeichnet das Papier damit einen Kurssprung von gut 28 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei rund 280 Euro bleibt der Titel dennoch weit entfernt. Die Bewährungsprobe für die neue AWS-Allianz folgt bei der Vorlage der nächsten Quartalszahlen.
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