Oracle hat auf seinem Edge Customer Summit eine neue Generation von KI-Produkten vorgestellt — und der Markt reagierte prompt. Die Aktie legte am Mittwoch knapp fünf Prozent zu und notiert bei 144,92 Euro. Innerhalb von sieben Tagen summiert sich das Plus auf fast 18 Prozent.
Vom Assistenten zum autonomen Agenten
Der Kern der Ankündigungen: Oracle baut KI-Systeme, die nicht mehr nur Empfehlungen geben, sondern selbst handeln. Für das Firmenkundengeschäft von Banken stellte Oracle fertige KI-Agenten vor, die Treasury-Prozesse, Handelsfinanzierung und Kreditvergabe eigenständig steuern. Konkret heißt das: Die Systeme passen Cashflow-Prognosen in Echtzeit an und koordinieren abteilungsübergreifende Workflows — ohne menschliche Freigabe für jeden Schritt.
Das ist ein fundamentaler Unterschied zu bisherigen Ansätzen. Frühere KI-Generationen lieferten Analysen. Diese Agenten führen aus.
Baustellen, Datenbanken, Gigawatt
Parallel dazu kündigte Oracle einen umfassenden KI-Umbau für seine Primavera-Unifier-Suite an. Das Werkzeug ist in der globalen Bau- und Infrastrukturbranche weit verbreitet. Neu hinzu kommen KI-gestützte Workflow-Zusammenfassungen und eine Funktion namens „Predictive Safety Integration“. Sie analysiert Tausende Projektdatenpunkte — von Änderungsaufträgen bis zu Entscheidungsprotokollen — und erstellt prüfbare Chronologien automatisch. Projektmanager bei Milliarden-Infrastrukturprojekten sollen damit manuelle Datenrecherche weitgehend loswerden.
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Für die technische Basis präsentierte Oracle zwei neue Verfügbarkeitsstufen seiner Datenbank 26ai. Die höchste Stufe, „Diamond“, ermöglicht Failover in unter drei Sekunden. Das ist auf autonome Agenten zugeschnitten, die ununterbrochene Datensynchronisation brauchen. Hinzu kommt „Deep Data Security“: Zugriffsrechte werden direkt auf Datenbankebene durchgesetzt — nicht mehr im Anwendungscode.
Infrastruktur als Fundament
Hinter den Produktankündigungen steckt ein massiver Infrastrukturaufbau. Oracle hat kürzlich einen Vertrag mit Bloom Energy über bis zu 2,8 Gigawatt Brennstoffzellen-Strom für seine KI-Rechenzentren abgeschlossen. Das Cloud-Infrastrukturgeschäft wuchs in einzelnen Segmenten zuletzt um 84 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der vertraglich gebundene Auftragsbestand — das sogenannte Remaining Performance Obligation — übersteigt 550 Milliarden Dollar.
Die eigentliche Frage, die Investoren beschäftigt: Wie schnell lässt sich dieses Auftragspolster in tatsächlichen Umsatz verwandeln? Oracle hat die Verträge. Jetzt muss die Infrastruktur liefern — Quartal für Quartal.
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